Wovon Frida Gold träumen darf, und woran sie glauben kann. Antworten auf einen Song der den Zeitgeist durchleuchtet

29 06 2011

Ich erkenn mich nicht
In den Schaufensterscheiben
Entdecke nichts, was mir gefällt
Ich brauch die schönsten Kleider
Und die stärksten Männer
Und eine Hand, die meine Hand für immer festhält

Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch. Ob ich sitze oder stehe – du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke. Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut. Schon bevor ich rede, weißt du, was ich sagen will. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir. Dass du mich so genau kennst – unbegreiflich ist das, zu hoch, ein unergründliches Geheimnis! Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst? Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du! Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht, dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen. Wünschte ich mir: „Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen,2 das Licht um mich her soll zur Nacht werden!“ – für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht. Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet. Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! Deine Gedanken sind zu schwer für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele! Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, so käme ich doch nie an ein Ende! (Psalm 139)

Was nützt es, die ganze Welt zu gewinnen und dabei seine Seele zu verlieren? Gibt es etwas Kostbareres als die Seele? (Matthäus 16,26)

Wovon sollen wir träumen?
So wie wir sind, so wie wir sind, so wie wir sind
Woran können wir glauben?
Wo führt das hin? Was kommt und bleibt? So wie wir sind.

Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott. (Johannes 1,12)

Ich fühl mich leer
Und die Nacht liegt schwer
So schwer auf meinen Schultern
All die Hoffnung die war
Ist schon lang nicht mehr da
Schon wieder ne Nacht einfach vertan

Der Herr ist denen nahe, die verzweifelt sind, und rettet jeden, der alle Hoffnung verloren hat. (Psalm 34,19)

Ich hab gesucht und gesucht
In den hintersten Ecken
Nach Augen, die mich interessieren
Noch nie hat es geklappt
Doch ich mags nicht kapieren

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten. (Johannes 3,16)

Wir lassen uns treiben durch die Clubs der Stadt
Durch fremde Hände und wir werden nicht satt
Wir wachen dann auf bei immer anderen Geliebten
Von denen wir dachten, dass wir sie nie verlassen

Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt. (Jesus, Johannes 15,13)

Ein Dieb will rauben, morden und zerstören. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken. Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte opfert sein Leben für die Schafe. Ein Schäfer, der nur für Lohn arbeitet, läuft davon, wenn er einen Wolf kommen sieht. Er wird die Schafe im Stich lassen, weil sie ihm nicht gehören und er nicht ihr Hirte ist. Und so greift der Wolf sie an und zerstreut die Herde. Der bezahlte Arbeiter läuft davon, weil er nur angeworben wurde und die Schafe ihm nicht wirklich am Herzen liegen. Ich bin der gute Hirte; ich kenne meine Schafe und sie kennen mich, so wie mein Vater mich kennt und ich den Vater. Ich gebe mein Leben für die Schafe. (Johannes 10,10 – 15)

Wir können nicht mehr atmen,
Und vergessen zu essen
Wir trinken zu viel
Es bleibt ein Spiel ohne Ziel
Wann hört das auf?

Jesus sprach: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. Lasst euch von mir in den Dienst nehmen, und lernt von mir! Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Bei mir findet ihr Ruhe für euer Leben. Mir zu dienen ist keine Bürde für euch, meine Last ist leicht.“ (Matthäus 11,28-30)
Wann kommen wir hier raus?
Wovon sollen wir träumen?
Wo sind wir zu Haus? Wo sind wir zu Haus?

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.« Und der, der auf dem Thron saß, sagte: »Ja, ich mache alles neu!« (Offenbarung 21,1-5)

„Seid nicht bestürzt, und habt keine Angst!“, ermutigte Jesus seine Jünger. Vertraut Gott, und vertraut mir! Denn im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Sonst hätte ich euch nicht gesagt: Ich gehe hin, um dort alles für euch vorzubereiten. Und wenn alles bereit ist, werde ich kommen und euch zu mir holen. Dann werdet auch ihr dort sein, wo ich bin. Den Weg dorthin kennt ihr ja.“ „Nein, Herr“, widersprach ihm Thomas, „wir wissen nicht einmal, wohin du gehst! Wie sollen wir dann den Weg dorthin finden?“ Jesus antwortete: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen. Kennt ihr mich, dann kennt ihr auch meinen Vater. (Johannes 14,1-7)






Griechenland-Krise hat vor allem moralische Ursachen

29 06 2011

Die schwere Schuldenkrise Griechenlands hat vor allem moralische Ursachen. Dieser Auffassung ist der Generalsekretär der Griechischen Evangelischen Allianz, Fotis Romeos (Athen).

Korruption und Bestechung seien der Status Quo in Politik und Verwaltung. Außerdem werde jede zweite Ehe geschieden und jedes Jahr würden über 300.000 ungeborene Kinder in dem rund elf Millionen Einwohner zählenden Land abgetrieben, so Romeos gegenüber idea. Gründe dafür lägen in einer „selbstbezogenen Einstellung und dem Bemühen, soviel wie möglich für sich selbst zu bekommen“, so Romeos. Grundlegende biblische Wahrheiten für ein gelingendes Leben seien in Vergessenheit geraten. Diese Sichtweise der Ursachen für die Krise werde auch von Vertretern der griechisch-orthodoxen Kirche geteilt. Christen hätten in der aktuellen Situation eine große Chance, „zu ihren Werten zu stehen und ein positives Beispiel zu geben“. Dies geschehe zum Beispiel dadurch, dass sie sich gegenseitig und auch Bürgern außerhalb ihrer Gemeinschaften bei Arbeitslosigkeit unterstützten. Ein anderer wichtiger Bereich sei das missionarisch-diakonische Engagement für Flüchtlinge: Griechenland habe bereits über 800.000 aufgenommen und sei damit überfordert. Von den 11,2 Millionen Einwohnern des Landes sind rund 92 Prozent griechisch-orthodox. Die Zahl der römisch-katholischen Christen liegt bei 120.000. Die etwa 30.000 Protestanten sind meist evangelikal geprägt. (idea.de)





Wowereit predigt in Bischofskirche über Homosexualität

25 06 2011

Erstmals hat die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO) einen Gottesdienst anlässlich der Christopher-Street-Day-Parade in Berlin angeboten.

Bei der Parade demonstrieren jährlich etwa 500.000 Teilnehmer für die Rechte von Lesben und Schwulen. Der Gottesdienst mit etwa 200 Teilnehmern fand am 24. Juni in der Bischofskirche St. Marien in Berlin-Mitte statt. Eingeladen hatten der Kirchenkreis Stadtmitte und der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD). Dem Veranstalter zufolge lud der Gottesdienst dazu ein, darüber nachzudenken, „was es bedeutet, dass wir durch den Geist Gottes alle Gottes Kinder sind – ob schwul, lesbisch, hetero oder sonst wie“. Berlins Regierender Bürgermeister, der Katholik und bekennende Schwule Klaus Wowereit (SPD), forderte in seiner Predigt dazu auf, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle nicht nur zu tolerieren, sondern zu akzeptieren. Zwar lebe man in einer aufgeklärten Gesellschaft mit Demokratie, Grundgesetz und gleichen Rechten für alle. Dennoch sei selbst in einer weltoffenen Stadt wie Berlin noch nicht alles gut. Noch immer gebe es Vertreter wie Altbischof Ulrich Wilckens (Lübeck), die die Auffassung vertreten, dass gelebte Homosexualität der Heiligen Schrift und dem Willen Gottes widerspreche. Wowereit: „Bei allem Verständnis für theologische Streitereien: Man kann auch andere Auslegungen machen.“ Es sei ein gutes Zeichen, dass die EKBO dem „Bündnis gegen Homophobie“ (Bündnis gegen Angst vor Homosexuellen) beigetreten sei. Aufgabe der Kirche sei es, Menschen mit abweichender sexueller Orientierung zu helfen. Dies entspreche zutiefst dem Willen Gottes, so Wowereit. Er verwies dabei auf Johannes 15,12: „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, gleichwie ich euch liebe.“

Superintendent: Sexuelle Identität ist ein Geschenk Gottes

Den zweiten Teil der Predigt hielt der – ebenfalls homosexuelle – Berliner Superintendent Bertold Höcker. Er sagte, jeder Mensch sei geliebt. Die Schwierigkeit sei, dies auch anzunehmen. Die Angst, nicht geliebt zu sein, nenne die Heilige Schrift Sünde. Die Folge dieser Angst sei es, sich anzupassen und klein zu machen oder sich größer als andere zu machen, sich abzugrenzen und moralische Regeln aufzustellen. Höcker: „Leider ist es jedoch so, dass die, die uns verfolgen, genauso geliebt sind wie wir. Auch Bischof Wilckens ist genauso geliebt wie Sie und ich – egal was er sagt.“ Höcker rief dazu auf, die eigene sexuelle Identität als Geschenk Gottes zu begreifen. Wenn diese verantwortlich  gelebt werde, führe dies zu einem intakten Gottesverhältnis. Eine Opferhaltung, bei der man sich als verfolgte Elite fühle, sei zwar gemütlich, aber nicht christlich. Höcker: „Deswegen, gerade für Schwule, Lesben und andere: Schluss mit den Opfern!“ Lesben und Schwule sollten „mutig das Geliebtsein leben – dazu Gottes Segen.“

Gedenken an den „Märtyrertod“ von Lesben und Schwulen

In der Fürbitte des Gottesdienstes wurde um Vergebung gebeten für alle „Fehldeutungen der Heiligen Schrift, die zur Verfolgung und Ermordung von Schwulen und Lesben geführt haben“. Als liturgische Farbe des Gottesdienstes wurde die Farbe Rot gewählt, um des „Märtyrertodes“ von Lesben und Schwulen zu gedenken. Sie hätten „ihr Blut vergossen, für das, wofür sie doch geliebt sind“. Die Kollekte des Gottesdienstes ging je zur Hälfte an den LSVD und das schwule Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“. Der Veranstalter kündigte an, dass künftig jedes Jahr am Vorabend des Christopher Street Day ein Gottesdienst gefeiert werden soll. Der Christopher Street Day erinnert an den Aufstand von Homosexuellen gegen eine Polizeirazzia in einer Schwulenbar in der Christopher Street in New York am 28. Juni 1969.  (idea.de)





Teure Griechenland-Rettung: ein geschickter Coup der Deutschen Bank?

21 06 2011

Das neue Konzept, mit dem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Auslandsschulden Griechenlands „sanft“ umschulden will, geht offensichtlich zurück auf einen Vorschlag der Deutschen Bank. Der Redaktion des ARD-Magazins MONITOR liegen entsprechende Papiere vor. Die Vorschläge der Deutschen Bank wurden demnach fast deckungsgleich in das Konzept des Bundesfinanzministeriums übernommen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums dementiert einen direkten Zusammenhang, Oppositionspolitiker sprechen derweil von einem „unglaublichen Vorgang“. Hat sich der Finanzminister also von Deutschlands größter Privatbank anleiten lassen? Fakt ist: Von Schäubles Vorschlag einer „sanften Umschuldung“, bei der private Gläubiger Griechenlands sieben Jahre lang auf die Rückzahlung ihrer Kredite verzichten, wären die Deutschen Privatbanken kaum noch betroffen. Statt dessen muss für einen immer größeren Teil der griechischen Staatsschulden letztlich der Steuerzahler gerade stehen.

Artikel lesen und Beitrag anschauen:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0616/Griechenland.php5





Staatsrechtler: Eurorettungsschirm verstößt gegen Nächstenliebe

20 06 2011

Als Verstoß gegen die christliche Aufforderung zur Nächstenliebe hat der Staatsrechtler Prof. Karl Albrecht Schachtschneider (Nürnberg) den geplanten Euro-Rettungsschirm für Griechenland bezeichnet.

Das Land verfüge über genügend Reserven, um seine Finanzkrise allein bewältigen zu können, sagte Schachtschneider bei der Jahrestagung der Vereinigung „Die Wende“, die vom 17. bis 19. Juni in Löwenstein bei Heilbronn stattfand. Die Initiative setzt sich für eine „geistig-kulturelle Erneuerung Deutschlands“ auf der Basis christlicher Werte ein. Schachtschneider zufolge sollten der Internationale Währungsfonds und die EU-Gremien darauf drängen, dass „das korrupte politische System Griechenlands“ die Reichen im eigenen Land zur Sanierung der Staatsfinanzen heranziehe und staatliche Einrichtungen verkaufe, anstatt der Bevölkerung unerträgliche Lasten zuzumuten. „Der Rettungsschirm hilft der herrschenden Klasse und den Banken, aber nicht dem Volk“, so Schachtschneider. Die Bevölkerung wehre sich zu Recht gegen höhere Unternehmenssteuern, Arbeitslosigkeit und Gehalts- und Rentenkürzungen, wie sie vom Ausland verlangt würden. Eine aufgezwungene Fremdherrschaft und Bevormundung könne man nicht Nächstenliebe nennen. Ein weiteres Argument gegen die angebliche Nächstenliebe sei, dass der Rettungsschirm gegen das Grundgesetz verstoße. Er verletze beispielsweise die Budgethoheit des Bundestags, indem es die Regierung ermächtige, bis zu zwei Drittel des jährlichen Bundeshaushalts zur Finanzierung fremder Staaten auszugeben. Auch sei es Zentralbanken verboten, Anleihen von anderen Staaten zu kaufen. Dies sehe aber der Rettungsschirm vor. „Mit solchen Rechtsbrüchen hilft man niemandem, und schon gar nicht darf man sie mit Nächstenliebe kaschieren“, erklärte Schachtschneider. Die 1995 gegründete Aktion „Die Wende“ möchte die „unersetzbare Bedeutung christlichen Glaubens und christlicher Ethik“ für das Bestehen des Staates aufzeigen. Sie hat nach eigenen Angaben rund 1.000 Freunde in allen Bundesländern. Vorsitzender ist der Studienrat Jörg Birnbacher (Wendelstein/Mittelfranken).  idea.de





Scientology goes to Hollywood

20 06 2011

Die umstrittene Sekte „Scientology“ kauft nach eigenen Angaben ein 4,5 Hektar großes Studiogelände in Hollywood. Es soll dazu dienen, eigene Sendungen über religiöse und soziale Themen zu produzieren.

Laut dem Pressedienst der Scientology Kirche ist das neu erworbene Studio, das am längsten durchgängig produzierende Studio in Hollywood, „eine sehr moderne Einrichtung“. Dennoch werde es renoviert, bevor die Aufnahmen beginnen. Zuletzt befand es sich in Gebrauch des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders KCET. “Die neuen Studios ermöglichen der Scientology Kirche International nun eines der modernsten Zentren religiöser TV- und Radiosender zu sein. Genutzt wird modernste Technik und Rundfunktechnologie, damit die religiösen Botschaften einem großen, internationalen Publikum in hoher Qualität angeboten werden können“, heißt es in der Pressemitteilung des deutschen Zweigs der Glaubensgemeinschaft. In den neu erworbenen Räumen am Sunset Boulevard wurden bereits unter anderem der Historienfilm „El Cid“ und Charlie-Chan-Detektivfilme gedreht. Die Studios befinden sich unweit des Hauptsitzes und der Hauptkirche von Scientology in Los Angeles. Auch das 2010 in Betrieb genommene Druckzentrum und ein Tonstudio sind in der Stadt angesiedelt. Somit konzentrieren sich die wichtigsten Organe für die Öffentlichkeitsarbeit der Gruppe in unmittelbarer Nähe zueinander. Bevor eigene Fernsehprogramme produziert werden, wird Scientology weiterhin Kurzfilme erstellen.

Nach Auffassung des deutschen Verfassungsschutzes bestehen gegenüber Scientology „tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung“. Aus diesem Grund steht die Organisation seit 1997 unter Beobachtung. (pro-medienmagazin.de)





Kontroverse um Kampagne „Liebe wie du willst“

20 06 2011

„Liebe wie du willst“ heißt eine gemeinsame Kampagne der Stadt Gießen und der Beratungsstellen der Organisation „pro familia“ in Gießen und Marburg. Man wolle dafür eintreten, „dass jeder Mensch sein Grundrecht wahrnehmen kann, seine sexuelle Orientierung und seine sexuellen Beziehungen frei zu wählen und sein Leben entsprechend zu gestalten“, heißt es dazu auf der Internetseite. Gerade Homosexuelle fänden „oft nicht den Mut, sich zu outen oder sich auch nur mit ihrer Unsicherheit über ihre sexuelle Orientierung anderen anzuvertrauen“. Nach Angaben des Abteilungsleiters der städtischen Kinder- und Jugendförderung, Egon Wielsch, sollen Jugendliche durch das Projekt lernen, jede Art von sexueller Beziehung als normal anzusehen. Zum Projekt gehören das „Café Queer“, wo sich junge Homosexuelle „in oder vor ihrem Coming-Out“ begegnen können, die Initiative „Queerstarten“ für Jugendliche, „die sich nicht sicher sind, ob sie lesbisch, bi, schwul oder hetero sind“ und das „LesBiSchwule Schulprojekt“, das Schülern eine persönliche Begegnung mit Lesben, Schwulen und Bisexuellen begegnen soll.

Weißes Kreuz: „Wie Sodom und Gomorrha“

Evangelikale üben scharfe Kritik an der Kampagne. Für den Generalsekretär des evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), zeigt das Projekt, dass in sexualethischen Fragen ein Damm gebrochen sei. „Das ist Sodom und Gomorrha“, sagte er in Anspielung an die Begebenheit aus dem Alten Testament, wo Gott die Städte Sodom und Gomorrha wegen der Lasterhaftigkeit ihrer gottlosen Bewohner vernichtet hat. Man tue so, als seien alle sexuellen Orientierungen gleichberechtigt und blende aus, dass Gott als Schöpfer die Menschen als Mann und Frau geschaffen habe. Trauernicht bedauert, dass die Protagonisten dieser Sichtweise das Wort Gottes nicht gelten ließen und sich auch nicht für die Wirklichkeit interessieren: „Es ist doch nicht so, dass Lesben und Schwule mit ihrer sexuellen Orientierung glücklich sind.“ Viele litten unter ihrer Prägung und hätten mit wechselnden Partnerschaften, Neid und Eifersucht zu kämpfen. Sie suchten dann Hilfe in den Beratungsstellen des Weißen Kreuzes. Trauernicht rief die evangelikalen Gemeinden in Gießen dazu auf, ihre Stimmen gegen das Projekt zu erheben. Die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung müssten wissen, dass biblische Werte nicht einfach zur Disposition gestellt werden dürften.  idea.de