„Piraten“ wollen am Karfreitag tanzen

30 03 2012

Mit einer Tanzdemonstration am Karfreitag will die Piraten-Partei in Gießen gegen das im hessischen Feiertagsgesetz festgeschriebene Tanzverbot an kirchlichen Feiertagen protestieren.

Der zur hessen-nassauischen Kirchenleitung gehörende Gießener Propst Matthias Schmidt sieht darin eine „Provokation“. Über die kirchliche Kritik hinaus ist um das Vorhaben in der Universitätsstadt eine Kontroverse entbrannt. Der Stadtverordnete der Piraten, Christian Oechler, will mit der Aktion „Tanzen gegen das Tanzverbot“ um 18.30 Uhr auf den Kirchenplatz auch für die Trennung von Kirche und Staat demonstrieren. Während das Ordnungsamt die Demonstration bisher nicht genehmigen will, wollen die Piraten mit einem Eilantrag die Rechtslage vom Verwaltungsgericht Gießen klären lassen. Regierungspräsident Lars Witteck (CDU) hat das Tanzverbot verteidigt. An die Landräte und Oberbürgermeister schrieb er, Hessen sei ein christlich-abendländisch geprägtes Land, das durch Zuwanderung zwar vielfältiger und lebendiger geworden sei, in dem es der Respekt vor den christlichen Traditionen jedoch gebiete, die Regeln an den höchsten christlichen Feiertagen einzuhalten.

Pirat: Verbot ist nicht zeitgemäß

Auf seiner Facebook-Seite forderte Oechler, dass Feiertagsgesetz aus dem Jahr 1971 „an das 21. Jahrhundert“ anzupassen: „Das Verbot ist nicht mehr zeitgemäß, denn es beschränkt die Rechte und diskriminiert die Freiheit von Andersgläubigen, Agnostikern und Atheisten in unangemessener Weise.“ Während das Gesetz in Mittelhessen früher nicht oder nur mit wenig Nachdruck angewandt worden sei, habe der Regierungspräsident in den letzten Jahren strenger auf die Einhaltung geachtet, „weil er Mittelhessen für ein christlich geprägtes Abendland hält und das Zeitalter der Aufklärung ausblendet“. idea.de





Medienrüge für Umgang mit Wulff und Gauck

29 03 2012

Scharfe Kritik am Verhalten der Medien im Zusammenhang mit dem zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff und dessen Nachfolger Joachim Gauck übt der Christliche Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten).

Die Berichterstattung sei nicht selten „manipulativ“ gewesen, sagte Geschäftsführer Wolfgang Baake (Wetzlar) bei der KEP-Mitgliederversammlung im mittelhessischen Heuchelheim bei Gießen. Er forderte die Medien auf, nicht nur die Meinungsfreiheit für sich in Anspruch zu nehmen, sondern auch mehr Verantwortung zu übernehmen. Der Christliche Medienverbund bemühe sich darum, Orientierung zu vermitteln.

idea.de





Geistliche Erweckung in Nordafrika

26 03 2012

Der „Arabische Frühling“ hat im muslimisch geprägten Nordafrika zu einem wachsenden Interesse am christlichen Glauben geführt. Das wurde bei den Beratungen des Leitungsgremiums der Europäischen Baptistischen Föderation (EBF) deutlich. Die Exekutive tagte vom 23. bis 26. März in Amman (Jordanien). Im vergangenen Jahr hätten sich in Nordafrika 110.000 Personen – vor allem ehemalige Muslime – für ein Leben als Christ entschieden, hieß es unter Berufung auf evangelikale Pastoren in der Region.

Damit seien in einem Jahr mehr Menschen „wiedergeborene Christen“ geworden, als es zuvor in allen arabischen Ländern zusammen gegeben habe. „Die Kirche erlebt eine Erneuerung“, sagte ein Repräsenant aus der Region, der aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden will. Ehemalige Muslime, die zum Christentum übergetreten seien, erzählten offen von ihren Glaubenserfahrungen und stießen damit auf Interesse: „Was Gott in diesem Ländern offenbar mit uns vorhat, übersteigt unsere Vorstellungskraft.“

Libanon: Fernsehevangelisation über Ostern

Auch im Libanon gebe es nun mehr missionarische Möglichkeiten. Die dortigen Evangelikalen würden weniger von Muslimen als durch traditionelle Kirchen wie Maroniten und Katholiken bedrängt. Dennoch sei es ihnen gelungen, über Ostern erstmals eine Fernsehevangelisation zu organisieren.

idea.de





Netanjahu: In Israel können Christen ihren Glauben frei leben

21 03 2012

Israel ist das einzige Land im Mittleren Osten, wo Christen ihren Glauben ungehindert praktizieren können. Das betonte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am 18. März in Jerusalem vor rund 800 christlichen Israelfreunden aus den USA.

In anderen Ländern der Region lebten Christen in einem „Belagerungszustand“, so der Regierungschef – aber nicht in Israel: „Sie brauchen sich nicht zu fürchten. Sie müssen nicht fliehen.“ Auch Muslime genössen in seinem Land Religionsfreiheit. In jüngster Zeit hat es freilich in Israel auch christenfeindliche Aktionen gegeben. So beschmierten im Februar Unbekannte Gemeinden und Einrichtungen mit Parolen wie „Wir werden euch kreuzigen“, „Tod der Christenheit“ und „Jesus sei verflucht“. Vermutlich stehen ultraorthodoxe Juden hinter den Aktionen.

Iran darf keine Atomwaffen haben

Netanjahu sprach vor einer Versammlung der größten pro-israelischen Organisation in den USA. Die Gruppierung „Christians United for Israel“ (Christen vereint für Israel) unter Leitung von Pastor John Hagee (San Antonio/US-Bundesstaat Texas) zählt eine Million Mitglieder. Hagee versicherte Netanjahu, dass seine Gruppe auch angesichts der atomaren Bedrohung Israels durch Iran hinter dem jüdischen Staat stehe. Netanjahu wies darauf hin, dass Iran Terror und Gewalt finanziere und die Auslöschung Israels auf seine Fahnen geschrieben habe. Daher brauche er nicht besonders zu erklären, warum das Regime keine Nuklearwaffen haben dürfe: „Unsere Feinde hassen uns nicht für das, was wir tun, sondern für das, was wir sind.“

Christen und Juden: Gemeinsame Werte

Christen und Juden müssten sich auf ihre gemeinsamen Werte und die gemeinsame Zukunft konzentrieren. Er selbst beziehe Kraft aus der Torah, der Bibel: „Das ist die Quelle, aus der wir trinken; das ist der Felsen, auf dem wir stehen.“ Von den gut 7,7 Millionen Einwohnern Israels sind 5,9 Millionen Juden, 1,4 Millionen Muslime und 154.000 Christen. Der Rest ist religionslos oder gehört anderen Glaubensrichtungen an. Die Zahl der „messianischen“ Juden, die an Jesus Christus glauben, wird auf 10.000 bis 15.000 geschätzt.

idea.de





„Ohne die Wahrheit können wir die Lügen nicht finden“

14 03 2012




Medizinethiker geben Babys zum Töten frei

13 03 2012

Weltweite Empörung haben zwei in Australien lehrende Medizinethiker ausgelöst. Nach ihrer Ansicht sollte es Eltern erlaubt werden, ihr neugeborenes Baby umbringen zu lassen. In der Fachzeitschrift „Journal of Medical Ethics“ (London) begründen Alberto Giubilini und Francesca Minerva von der Monash-Universität in Melbourne ihre Ansicht damit, dass ein neugeborenes Kind wie auch ein Fötus noch keinen „moralischen Status als Person“ habe. Deshalb sei das Töten eines Babys nichts anderes als ein Schwangerschaftsabbruch: „Sind die Umstände nach der Geburt so, dass sie eine Abtreibung gerechtfertigt hätten, dann sollte die Abtreibung auch nach der Geburt noch möglich sein.“

Dies könne beispielsweise der Fall sein, wenn sich Eltern überfordert fühlten und es ihnen „wirtschaftliche, soziale oder psychologische Umstände“ unmöglich erscheinen ließen, sich um ihr Kind zu kümmern. Ein Mitglied des Deutschen Ethikrats zeigte sich „entsetzt“ über diese Thesen. Das sei „vorchristliches Heidentum“ sagte der frühere stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende und ehemalige Thüringer Landesbischof Christoph Kähler (Leipzig) auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Die Tötung von Neugeborenen ist in keiner Hinsicht verantwortbar. Bei den beiden Wissenschaftler sehe ich kein ernsthaftes Interesse an einer Sachdebatte“, so Kähler. Er kenne keinen ernstzunehmenden Bio-Ethiker in Deutschland, der sich so eine Position zueigen machen würde.

Gesellschaft und Ethik im „Morast“

Auch weltweit haben Giubilini und Minerva Empörung ausgelöst. „Folgen wir dieser Argumentation, dann ist es uns in Zukunft auch egal, wenn eine Mutter ihr Kind mit eine Decke erstickt“, sagt Trevor Stammers, Direktor am Londoner St. Mary‘s University College gegenüber Focus-Online. Der Co-Vorsitzende der britischen Parlamentariergruppe zum Lebensschutz, Lord David Alton, sagte der Zeitung „Catholic Herald“, die Veröffentlichung eines solchen Beitrags in einer Fachzeitschrift dokumentiere den „Morast“, in den die medizinische Ethik und die Gesellschaft geraten seien. Nach Angaben der österreichischen Presseagentur kathweb hat der Oxforder Bioethiker Julian Savulescu, der das Journal of Medical Ethics herausgibt, den Londoner Zeitungen Daily Telegraph und The Guardian mitgeteilt, dass die beiden Autoren nach Erscheinen des Beitrags Morddrohungen erhalten hätten. Bei der Zeitschrift sei per E-Mail eine Fülle von Beschimpfungen eingegangen, viele davon über eine Anti-Abtreibungs-Internetseite aus den USA.  idea.de





Warum Jesus ?

11 03 2012

„Die Tatsache, dass Gott sich nicht zu schade war, sich dieser Welt mit Haut und Haar auszuliefern, macht den christlichen Glauben weltweit einmalig. In jeder anderen „Religion“ versuchen sich die Menschen Gott zu nähern, um ihrer Erlösung näher zu kommen. Durch Jesus Christus begegnet uns Gott, um uns nahe zu kommen und seine Liebe spürbar zu machen.“  Eva Jung