Wie der Glaube Mircos Eltern durchträgt

30 01 2011

Das Schicksal der Familie des nach fast fünf Monaten tot aufgefundenen zehnjährigen Mirco aus Grefrath (Niederrhein) erschüttert Deutschland. Der 45-jährige Familienvater Olaf H. aus dem nahe gelegenen Schwalmtal hat die Tat gestanden.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war Mirco ein „Zufallsopfer“: H. habe unter besonderem beruflichen Stress gestanden und sei am Tattag, dem 3. September, planlos umhergefahren, berichtete der Leiter der Sonderkommission, Ingo Thiel (Mönchengladbach), am 28. Januar vor Journalisten. Gegen 22 Uhr sei H. zufällig auf Mirco gestoßen und habe ihn ins Auto eingeladen. Es sei dann vermutlich zu einem Sexualdelikt gekommen. Es bestehe der Verdacht eines Mordes aus Verdeckungsabsicht, sagte Staatsanwältin Silke Naumann. Die Aufklärung und Ahndung des Verbrechens ist das eine – aber wie gehen die Eltern des Jungen, dessen Leiche am 26. Januar gefunden wurde, mit dem Geschehen um? Reinhard und Sandra Schlitter sind Evangelikale; sie gehören der Krefelder Christengemeinde an, die dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) angeschlossen ist. Bei der Bewältigung der Trauer werden sie von den Seelsorgern der Gemeinde unterstützt. Wie Pastor Norbert Selent gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea berichtete, habe das Elternpaar die Nachricht gefasst aufgenommen. Die Gewissheit über das Schicksal ihres Sohnes habe nach seinem Eindruck auch ein wenig entlastend auf die Eltern gewirkt. Selent besuchte das Ehepaar kurz nach der Überbringung der Todesnachricht durch die Polizei ebenso wie der Präses der rund 46.000 Mitglieder zählenden Freikirche, Roman Siewert (Norddeich). Auch er hatte die Familie in den zurückliegenden Monaten seelsorgerlich begleitet.

Christliche Gemeinden beten

Ab dem 5. September, dem Sonntag nach Mircos Verschwinden, bis zum Jahresende beteten Christen der Pfingstgemeinde jeden Abend eine Stunde lang für den Jungen und seine Familie. Bei einer Gemeindegebetswoche am Jahresanfang und bei der Allianzgebetswoche vom 9. bis 16. Januar war die Fürbitte für Mirco und seine Familie ein wichtiges Anliegen. Die Eltern suchten auch in der Zeit der Ungewissheit die Gemeinschaft mit anderen Christen, nahmen an Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen teil und luden wenige Wochen nach dem Verschwinden ihres Sohnes wieder zu einem regelmäßigen Hauskreis und einem Gebetsabend in ihre Wohnung ein. Mircos drei Geschwister sind Mitglieder der christlichen Pfadfinder „Royal Rangers“, zu denen auch Mirco gehörte. Anteil am Schicksal der Familie nahmen die evangelische und die katholische Gemeinde am Ort; zwei ökumenische Fürbittgottesdienste wurden von jeweils etwa 500 Menschen besucht.

„Hellseher“ und „Propheten“ verunsichern

In der Zeit der Unsicherheit sei die Familie aber auch Verunsicherungen ausgesetzt gewesen. „Da ist mancher, der sich jetzt eigentlich bei den Eltern entschuldigen müsste“, sagte Selent. Irritierend seien Hilfsangebote mancher christlicher „Propheten“ gewesen, die glaubten, den Aufenthaltsort oder das Schicksal des Jungen zu kennen. Solche Nachrichten habe er gefiltert und nicht an die Eltern herangelassen. Zudem habe es reichlich Angebote aus okkulten Kreisen gegeben, das Schicksal des Jungen mit hellseherischen Methoden aufzuklären.

Gute Zusammenarbeit mit der Polizei

Sehr gut sei die Zusammenarbeit mit den Opferschutzbeauftragten der Polizei, die Mircos Eltern regelmäßig besucht und umfassend informiert hätten. Auch seine Gemeinde sei in die Ermittlungen einbezogen worden, sagte Selent: So legten Mitarbeiter der Sonderkommission Unterschriftslisten in einem Gottesdienst aus, in die sich die Besucher eingetragen hätten. Die Gemeinde hätte sich auch entschlossen, auf Nachfrage der Ermittlungsbehörden ihre Mitgliederliste herauszugeben.

Mirco wollte zu Jesus gehören

Die Beziehung zu Jesus Christus sei für Mirco wichtig gewesen, so Selent. Wenige Wochen vor seinem Verschwinden habe er während eines Sommerurlaubs Glaubensgespräche mit seiner Mutter geführt und dabei zum Ausdruck gebracht, dass er zu Jesus gehören wolle. In einem Naherholungsprogramm während der Sommerferien hätten Familienmitglieder an einer Kinderkirche mitgewirkt, bei der es um zentrale Glaubensfragen ging. Die Mutter spielte dabei in einem Theaterstück eine Indianerin, deren Sohn entführt wurde. Es habe einige Ereignisse gegeben, von denen er jetzt sagen könne, dass sie diese schwere Lebenserfahrung vorbereitet hätten, sagte Selent. Nun bereitet die Gemeinde die Trauerfeier für Mirco vor, die Präses Siewert leiten wird. Ein Termin steht noch nicht fest.

 

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden war Mirco ein „Zufallsopfer“: Der mutmaßliche Täter habe am Tattag unter besonderem beruflichen Stress gestanden und sei planlos umhergefahren, berichtete der Leiter der Sonderkommission, Ingo Thiel (Mönchengladbach), am 28. Januar vor der Presse. Gegen 22.00 Uhr sei er zufällig auf Mirco gestoßen, habe ihn angesprochen und ihn zu sich ins Auto eingeladen. Es sei dann vermutlich zu einem Sexualdelikt gekommen. Olaf H. sei es dabei vorrangig darum gegangen, seinen beruflichen Stress in einem Akt der Erniedrigung abzureagieren; das sexuelle Motiv sei zweitrangig gewesen. Es bestehe der Verdacht eines Mordes aus Verdeckungsabsicht, sagte die zuständige Staatsanwältin Silke Naumann. idea.de





Über eine Million sahen freikirchlichen TV-Gottesdienst

30 01 2011

Ein ungewöhnlich großes Echo hat ein ZDF-Fernsehgottesdienst aus der Evangelisch-Freikirchlichen Friedenskirche (Baptisten) in Berlin-Charlottenburg gefunden.

Über eine Million Zuschauer sahen die Übertragung am 23. Januar zum Thema „Freiheit und die Kraft neu aufzubrechen“. Mehr als 600 Reaktionen gingen beim ZDF ein. Weitere Zuschauer wandten sich direkt an die 130 Mitglieder zählende Gemeinde. Sie habe E-Mails und Anrufe aus vielen Teilen der Welt erhalten, teilte Pastor Hendrik Kissel idea mit. Reaktionen seien unter anderem aus Kanada, Griechenland, den Niederlanden und Ägypten gekommen, wo ein Hotel per Beamer den Gottesdienst zeigte. „Wir haben eine Mischung hinbekommen, die den Kirchenleuten beim Fernsehen gefallen hat und die dennoch ein freikirchliches Profil zeigte“, so Kissel. „Es gab Gebete am Telefon. Weinende Menschen haben Seelsorge in Anspruch genommen.“ Kissel hatte im Gottesdienst darüber gesprochen, dass Gottes Geist Menschen manchmal in eine heilsame Unruhe versetze. Man finde sich dann mit lebensfeindlichen Gegebenheiten nicht ab und suche nach Veränderungen. Kissel: „Gott ist bei den Menschen, die sich bewegen, und bei denen, die davon müde geworden sind.“ Den Gottesdienst moderierte die zur Gemeinde gehörende Öffentlichkeitsreferentin des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), Julia Grundmann. idea.de





Zitate des Monats

30 01 2011

„Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann, als allein durch Gott, den Schöpfer, wie er sich in Christus offenbart“

Blaise Pascal, französischer Philosoph und Naturwissenschaftler

„Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden“

Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika





Der Überwachungs-EU-Staat auf dem Vormarsch

24 01 2011

Ron Kubsch hat auf seinem „Theoblog“ einen lesenswerten Beitrag veröffentlicht über die anscheinend unaufhaltsame Weiterentwicklung des Überwachungsmonstrums Europäische Union. In seinem Beitrag „Big Brother 2.0“ schreibt er:

Hinter »Indect« steckt ein Projekt der Europäischen Union. Die EU forscht mit einem Etat von ca. 15 Millionen Euro an Programmen, die »abnormales Verhalten« von Menschen erkennen. Indect soll auf aggressive Stimmen oder gewalttätige Mimik in Videos und Bildern reagieren. Auch wer im Netz auffällt, soll durch die Verknüpfung mit Überwachungskameras, Handy-Ortung und unbemannten, vernetzten Flugzeugen auch im öffentlichen Raum ausspioniert werden können. Ein, wie ich meine, besorgniserregender Ausblick.





Neuer Streit: Ist Homosexualität bibelwidrig?

24 01 2011

Acht ehemalige Bischöfe der evangelischen Kirche haben am Donnerstag einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie sich gegen homosexuelle Partnerschaften von Pfarrerinnen und Pfarrern aussprechen. Der Brief sorgt für Zündstoff, aus verschiedenen Richtungen kamen Reaktionen, teilweise zustimmend, teilweise empört.

In ihrem Brief, den die „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ am Donnerstag im Wortlaut abdruckte, appellieren die acht Unterzeichner an die Synodalen der 22 evangelischen Landeskirchen, die geplante Liberalisierung der Homosexualität in der Kirche zu kippen. Zu den Unterzeichnern gehören die ehemaligen Bischöfe Gerhard Maier (Württemberg), Gerhard Müller (Braunschweig), Theo Sorg (Württemberg) und Heinrich Hermanns (Schaumburg-Lippe).

Das neue Pfarrdienstgesetz wurde von der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im November 2010 in Hannover beschlossen, am 1. Januar trat es in Kraft. Allerdings musste es noch einmal der Synode vorgelegt werden. In seinem Paragraf 39.1 heißt es unter „Ehe und Familie“, dass Pfarrerinnen und Pfarrer „in ihrer Lebensführung im familiären Zusammenleben und in ihrer Ehe an die Verpflichtungen aus der Ordination gebunden“ seien. Die Alt-Bischöfe schreiben in ihrem Brief, dies könne nur so verstanden werden, dass dort von Familien mit Vater und Mutter die Rede ist; dies entspreche der Heiligen Schrift, welche die „alleinige Grundlage“ des christlichen Lebens sein sollte.

In der neuen „Begründung“ zum Pfarrdienstgesetz stehe nun jedoch, dass auch „gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften“ der Ehe von Mann und Frau gleichwertig seien, Pfarrerinnen und Pfarrer also auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften eingehen könnten. Die Bischöfe legen anhand von neun Bibelstellen dar, dass dies ihrer Meinung nach den Aussagen der Bibel und dem Plan Gottes widerspreche.

Sie schreiben unter anderem: „Nach Römer 1,26f gehört gleichgeschlechtliches Zusammenleben in exemplarisch hervorgehobener Weise zu den gottwidrigen Verhaltensweisen, denen ‚die Offenbarung des Zorn(-gerichts) Gottes‘ gilt. Wo Menschen anstelle der ’natürlichen Lebensweise‘ des Verkehrs von Mann und Frau (1. Mose 1,27) ‚in einer widernatürlichen Lebensweise des Verkehrs von Frauen mit Frauen und Männern mit Männern‘ leben, da verlassen sie die gute Ordnung des Schöpfers für alle Menschen.“

Daher sei die Konsequenz zu ziehen: „Es geht im Grunde um nichts Geringeres als um die Frage, ob evangelische Kirchen darauf bestehen, dass die Heilige Schrift die alleinige Grundlage für den Glauben und das Leben ihrer Mitglieder und für den Dienst und die Lebensführung ihrer ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer bleibt, oder ob eine Landeskirche nach der anderen eine Angleichung an die in der Gesellschaft üblich gewordenen Lebensformen für so wichtig halten, dass sie dafür die Orientierung an der Heiligen Schrift aufgeben beziehungsweise aufweichen.“ Man könne Paulus‘ Aussagen nicht auf eine Warnung vor „Lustknaben in den antiken Tempeln“ reduzieren. Wer dies so umdeute, solle sich an das Wort Luthers erinnern: „Das Wort sie sollen lassen stehen!“ Die Unterzeichner betonen, dass sie keine Feindseligkeiten austragen wollen, sondern eine „freie, kontrovers geführte Diskussion“ wünschen.

Scharfe Kritik aus eigenen Reihen

Synoden-Präses Katrin Göring-Eckardt bestätigte gegenüber der „Welt“, dass die EKD-Synode mehrheitlich eine liberale Position vertrete. Die Synode sei der Meinung, dass auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften an den „entscheidenden Kriterien Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitige Verantwortung“ zu messen seien.

Der frühere Ratsvorsitzende der EKD, Manfred Kock, hat die Liberalisierung der Regeln für homosexuelle Pfarrer gegen die Kritik der Alt-Bischöfe verteidigt. Homosexuelle Partnerschaften seien „nicht bibelwidrig“, sagte Kock der „Frankfurter Rundschau“. Homosexualität gehöre „zu den Ausprägungen menschlicher Geschlechtlichkeit“. Sie müsse lebbar sein, und zwar nicht „heimlich im Bahnhofsviertel, sondern offen und verantwortlich“, sagte Kock. Er kritisierte, die Altbischöfe täten so, als seien Homosexuelle „Menschen zweiter Klasse“. Das zeige einen „alterskonservativen Rollback“. Es sei etwa auch „kein Geheimnis“, dass es in der katholischen Kirche homosexuelle Priester gebe.

Auch der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich übte Kritik am Brief der Alt-Bischöfe. Er gehe „inhaltlich an dem vorbei, was die EKD-Synode beschlossen hat“. Das neue Pfarrdienstgesetz lasse den Gliedkirchen die Möglichkeit, „sich nach ihren bisherigen Regelungen zu diesem Thema so zu stellen, wie sie es für richtig halten“, sagte Friedrich der „Welt“. Er selbst erlaubte 2010 homosexuelle Lebensgemeinschaften in den Pfarrhäusern Bayerns.

Die Ökumenische Arbeitsgruppe „Homosexuelle und Kirche“ (HuK) kritisierte ebenfalls den Brief. „Da setzen sich alte Herren aufs hohe Ross und versuchen, die Lebensrealtitäten von Menschen arrogant auszubremsen“, sagte ihr Sprecher Alfred Menzel laut „Welt“.

Auch Lob und Dankbarkeit für Brief

Anlässlich der neu entflammten Diskussion um homosexuelle Partnerschaften in den Ämtern der evangelischen Kirche durch den offenen Brief hat sich eigens ein „Initiativkreis Evangelisches Kirchenprofil“ gebildet. Der Initiativkreis sei für die Erklärung der Bischöfe dankbar, heißt es in einer Pressemitteilung. „Der Initiativkreis will dazu beitragen, dass das Profil der Evangelischen Kirche geschärft und öffentlich deutlich erkennbar wird, um das Vertrauen der Menschen in die kirchliche Arbeit zu stärken“, heißt es darin weiter. Zu den Mitgliedern gehören unter anderen der ehemalige Oberkirchenrat Klaus Baschang (Karlsruhe), der Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus sowie rund ein Dutzend weiterer Theologen und Pastoren. Über den Brief der Alt-Bischöfe schreibt der Initiativkreis: „Noch nie hat es in der Geschichte des deutschen Protestantismus Anlass zu einer solchen Aktion gegeben. Jetzt geht es aber offenbar um das Eingemachte, um das Profil, das diese Kirche in einer pluralistischen Gesellschaft abgibt.“

Baschang, Oberkirchenrat im Ruhestand und Koordinator des Initiativkreises, erklärte: „Es geht um das Herzstück evangelischen Glaubens, um die Achtung vor der Heiligen Schrift. Darauf machen die Alt-Bischöfe nachdrücklich aufmerksam. Wie geht die Kirche Luthers mit der Bibel um? So fragen auch die Menschen, die sich nicht regelmäßig in Bibelstunden und Gottesdiensten einfinden, aber bei Bedarf verlässliche Auskunft der Kirche für ihr Leben brauchen. Und das ist die Mehrheit der Kirchenmitglieder.“ Zum Streit über die Kritik der Bibel an homosexueller Praxis sagte Baschang: „Die Befürworter einer Ordination für Schwule und Lesben behaupten, die Bibel sei in dieser Frage nicht brauchbar. (…) Damit schlägt sich die evangelische Kirche selbst die Nase aus dem Gesicht. Paulus wusste, wovon er im Römerbrief spricht. Unzucht und Ausbeutung waren für ihn eigene Themen. Die Homosexualität aber auch und zwar über die Unsittlichkeit hinaus.“ (Quelle: pro-medienmagazin.de)





England: Muslime missbrauchen Schulmädchen als Sexsklavinnen

24 01 2011

Aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen und Islamfeindlichkeit sind in England schwere sexuelle Vergehen an minderjährigen Mädchen jahrelang der Öffentlichkeit vorenthalten worden.

Eine Untersuchung der Londoner Tageszeitung „Times“ hat jetzt zu Reaktionen der Regierung geführt. Das Innenministerium ordnete eine Untersuchung durch die Nationale Kinderschutz-Einheit an. Wie die Times berichtet, treten besonders in Nord- und Mittelengland vor allem muslimische Männer pakistanischer Herkunft an Schulmädchen heran und umwerben sie als „Loverboys“ mit Alkohol, Drogen und Sex. Sie bringen die Minderjährigen von 11 bis 16 Jahren in ihre Abhängigkeit und beuten sie als Sexsklavinnen aus. Als einen Grund nennt die Zeitung, dass Muslime gehalten seien, nur pakistanische Jungfrauen zu heiraten. Englische Mädchen betrachteten viele als „leichtes Fleisch“, so der frühere Innenminister Jack Straw. Im nordenglischen Wahlkreis Blackburn des Labour-Politikers sind solche Verbrechen vermehrt aufgetaucht. Straw – auch Außenminister in der Regierung Blair – rief die pakistanische Gemeinschaft auf, offen gegen diese Missstände vorzugehen.

Ex-Minister Straw in der Kritik

Die Vorfälle wurden der Times zufolge von den Behörden weitgehend unter der Decke gehalten, weil man befürchtete, wegen religiöser Diskriminierung kritisiert zu werden. Straw stieß wegen seiner Äußerungen auch bei Parteifreunden auf Widerspruch. Der Unterhausabgeordnete Keith Vaz sagte, man dürfe keine Pauschalurteile fällen. Es handelt sich auch nicht um ein „kulturelles Problem“. Der Direktor der muslimischen Jugendorganisation Ramadan-Stiftung, Mohammed Shafiq, erklärte, keine Religionsgemeinschaft sanktioniere solche Verbrechen. Es sei deshalb zutiefst beleidigend, wenn man unterstelle, dass dies in einer bestimmten Gemeinschaft verwurzelt sei. 1,6 Millionen der knapp 62 Millionen Briten sind Muslime. Sie stammen meist aus Einwandererfamilien aus Pakistan und Bangladesch.

Mädchen zur Vergewaltigung weitergereicht

Die am 5. Januar veröffentlichte Times-Untersuchung hat seit 1997 17 Gerichtsprozesse aus 13 Städten Nord- und Mittelenglands zutage gefördert, in denen jeweils zwei oder mehr Männer wegen sexuellen Missbrauchs und Ausbeutung minderjähriger Mädchen verurteilt wurden. Von den insgesamt 56 Verurteilten waren der Times zufolge drei Weiße, 53 Asiaten, davon 50 mit muslimischen Namen. Die meisten waren pakistanischer Herkunft. Am 7. Januar wurden in der Stadt Nottingham Mohammed Liaqat (28) und Abid Saddique (27) wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs mehrerer weiblicher Jugendlicher zwischen 12 und 18 Jahren zu Freiheitsstrafen verurteilt. Sie reichten die Opfer auch an andere Männer weiter, die sie vergewaltigten und misshandelten.

Ähnliche Banden in den Niederlanden

Premierminister David Cameron (Konservative) und sein Stellvertreter Nick Clegg (Liberaldemokraten) äußerten große Sorge wegen der Veröffentlichung und ordneten eine umfassende Untersuchung an. Doch ein Aufklärungsfilm, der vor drei Jahren von einer Strafverfolgungsbehörde als Präventionsmaßnahme in Auftrag gegeben wurde, darf immer noch nicht an Schulen und in Jugendeinrichtungen gezeigt werden. Der Times zufolge sind solche Sexbanden kein rein englisches Phänomen. In den Niederlanden gebe es ähnliche Probleme mit organisierten Gruppen, die sich junge Mädchen gefügig machen und als Sexsklavinnen ausbeuten. (idea.de)





Agrarministerin Aigner warnt vor Hungerrevolten

24 01 2011

Die Explosion der Lebensmittelpreise macht vor allem ärmeren Ländern zu schaffen. Ilse Aigner erwartet eine Zunahme der Ausschreitungen.

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http://www.welt.de/wirtschaft/article12291534/Agrarministerin-Aigner-warnt-vor-Hungerrevolten.html