Religion des 21. Jahrhunderts: Wellness und Esoterik

28 02 2011

Wellness ist eine Religion des 21. Jahrhunderts. Sie wird mit religiöser Inbrunst betrieben und stehe in der Gefahr, als Körperkult betrieben zu werden.

Das sagte der Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Michael Utsch (Berlin), beim Kongress christlicher Führungskräfte am 25. Februar in Nürnberg. In vielen Wellness-Angeboten spiegele sich das Bedürfnis nach Spiritualität, die Sorge um seelische Zufriedenheit und die Sehnsucht nach Geborgenheit. Der Gesundheitsmarkt sei eine Wachstumsbranche, die Schönheit und Wohlbefinden als Konsumgüter anbiete. Dabei hätten esoterische Angebote großen Einfluss. Utsch nannte zwei Beispiele: 1. Die Bach-Blütentherapie nach Edward Bach (1886-1936), nach der jede Krankheit auf einer Störung des seelischen Gleichgewichts beruht und mit Blütenessenzen behandelt wird. 2. Reiki, ein esoterisches Verfahren, durch das geistige Energie im Menschen wieder ungehindert fließen soll.

Kein Recht auf Gesundheit

Laut Utsch gibt es allein im Ruhrgebiet etwa 1.000 esoterische Lebenshilfe-Anbieter, die pro Jahr von 90.000 Menschen konsultiert werden. Auch Schönheitsoperationen spielten zunehmend eine Rolle. So würden in den USA 75 Prozent der Schönheitsoperationen an Frauen unter 20 Jahren ausgeführt. Viele Menschen wollten Leiden, Schmerz und Scheitern aus ihrem Leben ausblenden. Sie lebten eine Technikgläubigkeit und meinten, ein Recht auf Gesundheit zu haben. Nach christlicher Auffassung sei Gesundheit jedoch ein unverdientes Geschenk. Esoterische Angebote seien leistungsorientiert und vertrauten der grenzenlosen Entfaltung des göttlichen Selbst. Dagegen wüssten Christen um die Grenzen der gefallenen Schöpfung.

„Gesundheits-Plus“

Für ein ganzheitliches Wohlbefinden müssten die Lebensfragen nach Sinn, Leid, Schuld und Tod beantwortet werden. Dabei trage die Beziehung zu Gott zum Wohlbefinden bei. Zu wissen, dass man von Gott geliebt sei, sei das „Gesundheits-Plus“ der Christen. Zwar wünsche man keinem Menschen eine Krankheit. Dennoch könne auch eine Erkrankung das Leben bereichern. Viele Menschen berichteten rückblickend, dass die Krankheitszeit für sie eine wertvolle Erfahrung gewesen sei. Zudem erinnere eine Krankheit auch daran, dass der Mensch nicht ewig lebe.

Hotelbesitzerin: Von esoterischer zu christlicher Wellness

Die Hotelbesitzerin Nora Oelkers (Bad Sachsa/Südharz) berichtete, sie habe in ihrem familiengeführten Wellness-Hotel zunächst esoterische Angebote gemacht. Sie selbst habe 28 Jahre Erfahrungen mit Tarot-Karten, Reiki, Chi-Gong, Bachblütentherapie und Pendeln gesammelt und dabei auch übernatürliche Erfahrungen gemacht. Mit der Zeit hätte sie dabei aber Depressionen, Ängste und Panikattacken entwickelt. Sie sei so erschöpft gewesen, dass sie ein Jahr nicht arbeiten konnte. Erst im Glauben an Jesus Christus habe sie die Lebenskraft und Freude kennengelernt, die sie in der Esoterik gesucht habe. Durch den christlichen Glauben habe sie ihren Perfektionsdrang ablegen können und Gelassenheit gelernt. Danach habe sie die esoterischen Behandlungen in ihrem Hotel eingestellt. Heute biete sie ausschließlich Wellness-Angebote an, die mit dem christlichen Glauben vereinbar seien.





Peking zittert vor dem arabischen Virus

28 02 2011

Der Aufbruch in der arabischen Welt soll auf keinen Fall auf die Volksrepublik China übergreifen. Doch in großen Städten regt sich Widerstand.

weiterlesen:

http://www.welt.de/politik/ausland/article12656275/Peking-zittert-vor-dem-arabischen-Virus.html





Megatrend: Lust auf Treue

28 02 2011

Die Lust auf Treue ist ein Megatrend unserer Zeit. Zwar lebten viele Menschen ein „flexibles Liebesleben“, sie trügen jedoch die Sehnsucht nach einer lebenslangen Liebe in ihrem Herzen.

Das sagte der Fernsehjournalist Markus Spieker (Berlin), beim Kongress christlicher Führungskräfte am 24. Februar in Nürnberg. Spieker zufolge ist Treue eine „christliche Kardinalhilfstugend“. Dadurch lasse sich die Liebe auf Dauer erhalten. Zudem sei Treue eine der zentralen Forderungen Gottes an den Menschen. So heiße es in Offenbarung 2,10: „Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des ewigen Lebens geben“. Gott frage beim Jüngsten Gericht nicht nach Erfolgen und Umsatzzahlen, sondern nach der erwiesenen Liebe und Treue Gott und den Menschen gegenüber.





ADHS wird zu schnell diagnostiziert

28 02 2011

Bei vielen lebhaften Kindern wird zu schnell die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung ADHS diagnostiziert. Davon ist der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie Klaus-Dieter Grothe (Hüttenberg bei Wetzlar) überzeugt.

Eine Studie habe gezeigt, dass nur 10 Prozent aller Kinder mit der Diagnose ADHS wirklich daran litten. 90 Prozent seien lediglich verhaltensauffällig. ADHS sei eine Modeerkrankung, sagte Grothe bei einer Veranstaltung der Beratungsstelle des Evangelischen Fachverbands für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz in Hüttenberg (Mittelhessen). Angststörungen seien viel häufiger als ADHS. Die betroffenen Kinder hätten Entwicklungsrückstände und Lernstörungen.

Klare Ordnungen und Regeln helfen

Wie Grothe ferner sagte, hätten ADHS-Kinder Lernstörungen und andere Verhaltensauffälligkeiten. Sie könnten nicht still sitzen und sich deshalb nicht konzentrieren. Dies  führe zu einem negativen Selbstbild und zu Minderwertigkeitskomplexen. Zudem mangele es ihnen an Konfliktfähigkeit. Um die Defizite auszugleichen, würden die Kinder im Jugendalter häufiger als andere kriminell oder alkoholabhängig. Grothe riet den Familien der Kinder, ihnen ein positives Selbstwertgefühl zu vermitteln. Hilfreich seien klare Ordnungen und Regeln zu Hause.  idea.de





Christen dürfen ihren Glauben nicht verstecken

28 02 2011

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder (Berlin), hat Christen ermuntert, ihren Glauben nicht zu verstecken. Wer mit Werten in Führung gehen wolle, der müsse darüber reden, woher er seine Werte bezieht, sagte er am 25. Februar in einem Vortrag beim Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg.

Die dreitägige Veranstaltung mit rund 3.500 Teilnehmern steht unter dem Motto „Mit Werten in Führung gehen“. Kauder war für Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eingesprungen, der wegen einer zeitgleich stattfindenden Trauerfeier für in Afghanistan gefallene Bundeswehrsoldaten verhindert war. Kauder sagte Christen sollten an ihren Worten und Taten erkennbar sein: „Wir sind nach der Heiligen Schrift nicht verpflichtet, über unsere Glaubensüberzeugungen zu schweigen.“ Menschen könnten ohne eine Sehnsucht nach mehr als dem, was auf der Erde vorfindbar sei, nicht leben. Christen hätten eine großartige Gewissheit, nämlich „dass aus dem Leben hier durch Gottes Zusage ewiges Leben wird“. Damit könnten sie vielen Menschen weltweit Hoffnung und Zuversicht geben. „Die Globalisierung ist nicht nur ein Thema der Wirtschaft. Die globalste Bewegung in der ganzen Welt ist noch immer das Christentum“, sagte Kauder. Christen seien verpflichtet, weltweit für ihren Glauben einzutreten. Kauders Vortrag stand unter dem Thema „Werteordnung statt Beliebigkeit – Globalisierung mit menschlichem Antlitz“.

Freiheit und Solidarität

In der Politik gehe es im Wesentlichen um „Freiheit und Solidarität, sagte Kauder. Das seien „die zentralen Themen des christlichen Menschenbilds“. Er werde manchmal gefragt, ob die Rede vom christlichen Menschenbild ein Beitrag zum „Wort zum Sonntag“ in der Politik sei, berichtete Kauder. Der christliche Glaube habe eine konkrete Auswirkung in der Politik: Er stelle die Würde des Menschen in den Mittelpunkt, begründe sie aus seiner Gott-Ebenbildlichkeit und betrachte die Freiheit als untrennbar mit der Menschenwürde verbunden.

Werte und Wirtschaft nicht trennen

Wie Kauder weiter ausführte, spiele in seinen Begegnungen mit Chinesen häufig die Bedeutung der Religionsfreiheit eine Rolle. „Ohne die freie Ausübung der Religion gibt es keine wirkliche Freiheit des Menschen“, sagte der Unionspolitiker. Auch in Zeiten der Globalisierung könnten wirtschaftliche Interessen nicht losgelöst von den Menschenrechten diskutiert werden. Die in Deutschland so erfolgreiche Soziale Marktwirtschaft sei nicht „vom Himmel gefallen“. Sie sei nicht nur ein wirtschafts-, sondern auch ein werteorientiertes Gesellschaftssystem.  Ein solches System vertrage sich nicht damit, dass „einzelne untergepflügt werden“. Kauder forderte seine Zuhörer zu einem offensiven Eintreten für ihre Werte auf: Wer Respekt für seine Werteorientierung erwarte, der solle auch zu seinen Überzeugungen stehen und diesen Respekt einfordern. Wer von seinen Werten nicht überzeugt sei, der wirke kraftlos und werde keinen Respekt gewinnen. Vor Beliebigkeit hätten Muslime keinen Respekt.

Internet bringt Menschen zusammen

Eine besondere Chance, die Grundlagen des westlichen Erfolgs der Freiheit weltweit zu vermitteln, biete das Internet. „Das Internet gestaltet Globalisierung, weil es Menschen in Echtzeit zusammen bringt“, sagte Kauder. In der kommunistisch regierten Volksrepublik China sei die intellektuelle Schicht auf diese Weise mit der Welt verbunden und könne nicht abgekoppelt werden. Es dürfe aber im Internet nicht erlaubt sein, was in der realen Welt verboten ist. Kinderpornografie im Netz sei zu verbieten und zu bekämpfen, sonst bestehe die Gefahr, dass das virtuelle Leben das reale überlagere und bestimme.

Guttenberg hat zweite Chance verdient

Er werde in diesen Tagen oft gefragt, ob die Fehler eines einzelnen zu seinem Ausscheiden aus der Verantwortung führen sollten, sagte Kauder in Anspielung auf die Diskussion über Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und dessen Doktorarbeit. Kauder: „Wir wissen als überzeugte Christen, dass wir erlösungsbedürftig sind, weil wir Fehler machen.“ Wer „im C lebt“, den zeichne aus, dass er Fehler zugebe. Wer seine Fehler bekenne, habe eine neue Chance verdient; seine Umgebung solle ihm vergeben. (idea.de)





Piraten kapern Yacht mit Bibeln

21 02 2011

Ein christliches Ehepaar aus den USA umsegelt die Welt und verteilt unterwegs Bibeln. Doch am 18. Februar kaperten somalische Piraten ihre Yacht vor der Küste Omans.

Ihr Ziel ist Somalia, wo sie wahrscheinlich Lösegeld für die Geiseln verlangen wollen. Neben den Eignern Jean und Scott Adam aus Marina del Rey (US-Bundesstaat Kalifornien) befinden sich noch Phyllis Mackay und Bob Riggle aus Seattle (Bundesstaat Washington) in der Gewalt der Piraten. Die Yacht wird laut US-Presseberichten inzwischen von einem Kriegsschiff begleitet. Seit dem Jahr 2004 segelt das Pensionärsehepaar Adam über die Weltmeere. An Bord ihrer Yacht „Quest“ (Suche) haben sie Bibeln, die sie unterwegs vor allem in christlichen Gemeinden verschenken. Unter anderem machten sie in Häfen in Birma, Kambodscha, Thailand, Neuseeland, Indien, Sri Lanka und den Philippinen fest. Vom Indischen Ozean aus wollten sie ins Mittelmeer segeln und unter anderem Kreta und die Türkei besuchen. Jean und Scott Adam gehören einer katholischen Pfarrei in Santa Monica an. In jeder Messe werde für die Entführten gebetet, teilte Monsignore Lloyd Torgerson der Lokalzeitung Orange County Register mit. Insgesamt haben Piraten am Horn von Afrika rund 30 Schiffe, meist Frachter, mit über 660 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt.   idea.de





Tunesien, Ägypten, Bahrein, Lybien… die Arabische Welt kocht über

20 02 2011

„Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie ein Panzer auf ein Auto zugefahren ist, in dem zwei Menschen saßen. Er hat die beiden einfach zerquetscht, dabei haben sie niemandem etwas getan“, beschrieb der Geistliche Abellah al-Warfali seine Eindrücke aus Bengasi, der zweitgrößten Stadt Libyens.

Augenzeugen zufolge sind die Sicherheitskräfte von Staatschef Muammar al-Gaddafi in den vergangenen Tagen äußerst brutal gegen Demonstranten vorgegangen. Allein am Samstag sollen in Bengasi mindestens 35 Menschen getötet worden sein, Beobachter sprechen von bislang insgesamt 120 Toten seit Beginn der Proteste. Doch die genaue Zahl der Opfer ist unklar – es dringen kaum Informationen aus dem abgeschotteten Land nach außen.

(spiegel.de)

So etwas gab es noch nie, innerhalb von ein paar Wochen verbreitet sich der Volkszorn gegen die autoritären Herrscher über tausende Kilometer im Nahen Osten und Nordafrika – und Facebook und Twitter helfen kräftig dabei. Die Globalisierung und die weltweite Newsmaschinerie bestehend aus TV und Internet lassen die Herrscher im Nahen Osten zittern. Mit immer mehr brachialer Gewalt versuchen sie ihren Machtanspruch zu halten. Einzelne Menschenleben zählen nichts mehr, Abschreckung ist für das Regime überlebenswichtig. Die Korruption, die schlechten Lebensbedingungen, und die ungleiche Geldverteilung und die vom Staat ausgehende Gewalt, alles rächt sich jetzt.

Das Volk lässt nicht alles gefallen, müssen die Herrscher jetzt einsehen.

Was sagt die Bibel zu den Aufständen ?

Ihr werdet von Kriegen hören; ihr werdet hören, dass Kriegsgefahr droht.3 Lasst euch dadurch nicht erschrecken. Es muss so kommen, aber das Ende ist es noch nicht. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Hungersnöte und Erdbeben werden bald diese Gegend heimsuchen und bald jene. (Matthäus 24, 6-7)

und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele irreführen, und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten.

Wenn der Menschensohn wiederkommt, wird es sein wie zur Zeit Noahs.

38 In den Tagen vor der Sintflut feierten die Menschen rauschende Feste, Orgien und Hochzeiten, bis Noah in seine Arche stieg.
39 Sie merkten nicht, was geschah, bis die Flut kam und sie alle hinwegschwemmte. Genauso wird es sein, wenn der Menschensohn kommt.
40 Zwei Männer werden zusammen auf dem Feld arbeiten; einer wird mitgenommen, der andere zurückgelassen.
41 Zwei Frauen werden in der Mühle Mehl mahlen; eine wird mitgenommen, die andere zurückgelassen.
42 Deshalb haltet euch bereit, denn ihr wisst nicht, wann euer Herr wiederkommt.
43 Macht euch eines klar: Ein Hausbesitzer, der weiß, wann der Dieb kommt, ist wachsam und lässt es nicht zu, dass in sein Haus eingebrochen wird.
44 Ihr müsst jederzeit bereit sein. Denn der Menschensohn wird kommen, wenn ihr es am wenigsten erwartet.
45 Wer ist also ein vertrauenswürdiger und kluger Diener, dem der Herr sein Haus und die Versorgung seiner Familie anvertrauen kann?
46 Wenn der Herr zurückkommt und feststellt, dass der Diener seine Aufgabe zu seiner Zufriedenheit erfüllt, ist der Diener glücklich zu schätzen.
47 Ich versichere euch: Der Herr wird diesem Diener die Verantwortung für seinen gesamten Besitz übertragen.
48 Doch wenn der Diener böse ist und glaubt, `Mein Herr wird ja erst einmal eine Weile fort sein´,
49 wenn er anfängt, die anderen Diener schlecht zu behandeln, und Trinkgelage veranstaltet –
50 dann wird sein Herr unangemeldet und völlig überraschend zurückkehren.
51 Und er wird diesen Diener davonjagen und dorthin schicken, wo auch die Heuchler sind. Und an jenem Ort werden sie weinen und mit den Zähnen knirschen.« (Matthäus 24)