EZB vergleicht Griechenland-Krise mit Lehman-Desaster

26 04 2011

Eine Umschuldung scheint der einzige Weg, die explodierenden Defizite Griechenlands und Portugals in den Griff zu bekommen. Nun aber warnt die Europäische Zentralbank vehement davor: Schlimmstenfalls drohe eine Bankenkrise wie nach dem Crash von Lehman Brothers.

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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,759091,00.html





Warum der christliche Glaube gut für die Wirtschaft ist

21 04 2011

Der christliche Glaube hat eine positive Auswirkung auf die Gesundheit und damit auch auf die Volkswirtschaft.

„Tiefe Gläubigkeit führt statistisch betrachtet zu einer Verlängerung der Lebenserwartung um sieben Jahre“, sagte der Volkswirtschaftler Prof. Karl Farmer (Graz) auf einem Treffen des Forums Christlicher Wirtschaftswissenschaftler in Gießen. „Anders ausgedrückt: Gottlosigkeit verkürzt die Lebenserwartung genauso, wie wenn jemand über 40 Jahre jeden Tag eine Packung Zigaretten raucht.“ Wissenschaftliche Studien belegten, dass der Glaube nicht nur zu einer besseren körperlichen und seelischen Gesundheit und damit zu Einsparungen im Gesundheitswesen beitrage. Er fördere auch Ehrlichkeit und den Schutz des Eigentums und verringere damit Korruption, Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung. Außerdem stärke der Glaube Eltern in den Bemühungen um eine gute Bildung und Zukunftsgestaltung ihrer Kinder. Farmer: „Das ist mit ein Grund, warum christlicher Glaube auch in einer überwiegend säkularisierten Gesellschaft langfristig Bestand hat.“ Die Kirchengeschichte zeige aber auch, dass diese wirtschaftliche Blüte mit der Zeit die Zielstrebigkeit des Glaubens lähmen könne.

Glaubende betrachten das „Leben als Aufgabe“

Der Politikwissenschaftler und Buchautor Andreas Püttmann (Bonn) sagte unter Bezug auf eine Allensbach-Umfrage, kirchennahe Bürger betrachteten das Leben im Vergleich zu Kirchenfernen und Konfessionslosen häufiger „als eine Aufgabe, für die ich alle Kräfte einsetze, auch wenn das oft schwer und mühsam ist“. Atheisten und Agnostiker neigten eher zu der Devise, „das Leben zu genießen und sich nicht mehr abzumühen als nötig“. Kirchennahe Christen zeichneten sich häufiger durch Leistungsbereitschaft, Bildungsfreundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verantwortungsübernahme aus, während bei glaubensdistanzierten Menschen Materialismus, Erlebnishunger und das Leben nach dem Lustprinzip ausgeprägter seien. Die Werteprioritäten der Kirchennahen hätten positive wirtschaftliche Auswirkungen: Sparsamkeit fördere die Zukunftsvorsorge und Reinvestitionen, Selbstdisziplin das Arbeitsethos, Respekt vor der Person das Betriebsklima und Initiativbereitschaft die Aufstiegschancen. Wer auf ein ewiges Leben hoffen könne, gewinne auch an Gelassenheit in der Bewältigung von Lebenskrisen, sagte Püttmann. Das zweite Arbeitstreffen des Forums Christlicher Wirtschaftswissenschaftler fand am Institut für Ethik & Werte (Gießen) statt und stand unter dem Thema „Wirtschaftliche Wirkungen des Glaubens“.  idea.de





Bei Facebook ist die Bibel Nummer eins

19 04 2011

Die meisten Aktivitäten im sozialen Internet-Netzwerk Facebook bewirken weder der kanadische Popsänger Justin Bieber noch der englische Fußballclub Manchester United, sondern die Bibel.

„The Bible“ wies in einer Woche 905.125 Aktionen auf. Das waren rund 33.000 Beiträge oder Klicks mehr als bei der Seite des Teeniestars und 273.000 mehr als beim europäischen Spitzenverein. Die Bibel habe rund 6,7 Millionen Fans bei Facebook, teilte die Deutsche Bibelgesellschaft (Stuttgart) mit. Der ehemalige Generalsekretär der Bibelgesellschaft Neuseelands, der Australier Mark Brown, verantwortet die Facebook-Seite gemeinsam mit dem Weltbund der Bibelgesellschaften, dem 146 nationale Organisationen angehören. Pfarrer Klaus Sturm (Stuttgart), Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft, führt den Erfolg von „The Bible“ auf die hohe Identifikation der Nutzer mit diesem Angebot zurück. Die Bibelgesellschaften müssten in allen Medien Zugänge zur Heiligen Schrift schaffen. Die Deutsche Bibelgesellschaft ist mit einer eigenen Fan-Seite und einer für die „Basisbibel“ in Facebook vertreten. Sie ist die Übersetzung des „Buchs der Bücher“ für eine Generation, die sich vor allem über digitale Medien informiert.





Echte Liebe – bedingungslos und umsonst – hier hörst du warum

14 04 2011

Am dritten Abend ging es im JesusHouse um die Liebe. Ein spannendes Thema, oder!?

Wir haben aufgezeichnet, was Matthias Clausen dazu gesagt hat. Hör es dir an!

Echte Liebe liebt schon die Version 1.0 von uns und nicht erst ein Upgrade, das angeblich verbessert ist. Oft verwechselt man Liebe aber mit einem Wenn-Dann-Prinzip: „Wenn du die Musik hörst, dann…“ „Wenn du 50 kg wiegst, dann …“ „Wenn du dich so verhältst, dann …“ Diese Art von Liebe ist nicht  erstrebenswert und macht auf Dauer kaputt.

klicke zum anhören einfach auf den Link und dann auf das weiß-schwarze Lautsprechersymbol links:

http://jesushouse.prochrist.org/onlinemagazin/was-das-jesushouse-bewegt/thema-liebe





Spruch des Monats April

14 04 2011

Schon viele Menschen wollten Götter sein, aber nur ein Gott wollte Mensch sein.

Arno Backhaus





Die Nationen begehen an Israel Selbstmord

7 04 2011

Warnungen vor dem Schicksal der Nationen der Erde kommen direkt aus der Bibel. Diejenigen, die Jerusalem und Israel zum Gegenstand des Hasses machen, werden einen schrecklichen Preis bezahlen. Und täuschen Sie sich nicht, die Stadt und die  Nation (das jüdische Volk) sind untrennbar miteinander verbunden: „Und es soll geschehen an jenem Tag, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich gewisslich daran wund reissen; und alle Heidenvölker der Erde werden sich gegen es versammeln.“ (Sacharja 12:3).

Sich an Jerusalem und an Israel „wund zu reissen“ bedeutet in diesem Fall, in feindlicher Absicht gegen die Stadt und das Volk zu kommen. Gott sagt durch den Propheten Sacharja, dass alle Nationen der Erde kurz vor der Vollendung Seines Handelns mit dem irdischen System Jerusalem und Sein auserwähltes Volk zum Zentrum ihres
Hasses und ihrer Aggression machen werden. Die Aggression gegen Gottes heilige Stadt (Jerusalem, Sein Augapfel – siehe Sacharja 2:12) und gegen das jüdische Volk wird in der Vernichtung dieser Angreifer enden.
Es braucht nicht das Wissen eines Geschichtsexperten, um zu verstehen, dass das jüdische Volk – die Nation Israel – in all den Jahrtausenden wie kein anderes Volk gehasst und gequält wurde. Auch wenn einige, wie zum Beispiel der iranische Diktator Mahmoud Ahmadinejad, behaupten, dass der Holocaust, der von den Nazis gegen die Juden verübt wurde, nie stattgefunden hat, und dass alles von den verhassten Zionisten fabriziert wurde, so kennt die Welt dennoch die schreckliche Wahrheit über den Völkermord gegen das auserwählte Volk Gottes.

Der Untergang derjenigen, die den jüdischen Staat zum Gegenstand ihres Hasses gemacht haben, wurde vor den Augen der Menschen aller Nationen sichtbar. Deutschland wurde völlig besiegt und geteilt. Die Überreste von Hitler und seinen Handlangern liegen verstreut in Schande, ihre Erinnerungen werden von allen verabscheut, ausser von denjenigen mit dem gleichen schrecklichen antisemitischen Hass. Sie haben an Israel Selbstmord begangen.
Das Versprechen an den Stammvater Israels – Abraham – hat bis heute bestand: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ (1. Mose 12:3a). Die Nationen der Erde sind dabei, Selbstmord zu begehen, indem sie kollektiv darauf beharren, dass Israel das zentrale Problem im Mittleren Osten ist. Es ist der jüdische Staat, der gemäss der Meinung des grössten Teils der diplomatischen Welt den Fortschritt
im Friedensprozess aufhält.
Die gleichen Diplomaten, zusammen mit ihren Kollegen der Mainstream-Medien, zeigen nach jedem Vergeltungsschlag, den Israel ausführt, um ihre Feinde auf Distanz zu halten, mit anklagenden Fingern auf Israel. Gleichzeitig wird der Mord an einer unschuldigen jüdischen Familie – der Familie Fogel – inklusive ihrem drei Monate alten Baby durch die Feinde Israels von der diplomatische Gemeinschaft oder den Mainstream-Journalisten dieser Welt kaum erwähnt.
Vorausgesagt Ereignisse formieren sich stündlich. Die islamistischen Länder befinden sich in einem aufrührerischen Chaos, wie es uns die Schlagzeilen permanent mitteilen. Diese Nationen umgeben Israel von allen Seiten, ausser von der Seite des Mittelmeeres; das Meer, in das zahlreiche Führer von arabischen Staaten plus Irans Ahmadinejad den jüdischen Staat treiben wollen. Es besteht Grund zur Annahme, dass all diese Turbulenzen von verschiedenen Elementen mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft inszeniert werden, als Vorbereitung für eine endgültige Anstrengung,
Israel von der Landkarte auszulöschen.
Einige sind davon überzeugt, dass das in einem Krieg enden wird, der in einem Gebet in Psalm 83 vorausgesagt ist. Gewisslich kann niemand verneinen, dass es mächtige Kräfte gibt, die in dem Land am Wirken sind, das das Zentrum für die endzeitlichen Bibelprophetien ist.
Die militanten Islamisten der arabischen Nationen und des Irans sind zweifellos scharf darauf, an Israel Selbstmord zu begehen. Sie äussern ihre Absichten laut und deutlich und seit langer Zeit. Die Bibel sagt, dass die Feinde Israels genau das tun werden, und dass sie an Israel Selbstmord begehen werden.

Eines Tages wird ein solcher Angriff ihr finaler Todesstoss sein. Israels Feinde im Mittleren Osten und im Norden werden den Preis für ihren Hass bezahlen, wie es vom Propheten Hesekiel vorausgesagt wurde: „Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du mit deinem ganzen Heer und mit den Völkern, die bei dir sind. Ich will dich den Raubvögeln, allem was fliegt, und den Tieren auf dem Felde zum Frass geben. Du sollst auf freiem Felde fallen; denn ich habe es gesagt, spricht Gott der HERR.“
(Hesekiel 39:4-5).
Von Terry James / endzeitzeichen.org





Was Menschen mit Jesus erlebt haben – Rettung und Hoffnung

6 04 2011




Iran verbrennt Hunderte Bibeln – und die Welt schweigt

6 04 2011

Im Iran haben die Behörden Hunderte Bibeln verbrannt, ohne dass die breite internationale Öffentlichkeit davon Notiz genommen hat.

Gleichzeitig hat die Verbrennung eines Korans im US-Bundesstaat Florida durch eine christliche Splittergruppe zu Regierungserklärungen, Massenprotesten und Gewaltexzessen in Afghanistan geführt. Auf diese Diskrepanz weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main hin. Bücherverbrennungen jeder Art seien ein Zeichen für totalitäres Denken. Die iranischen Revolutionsgarden hätten allein am 8. Februar etwa 300 Bibeln in persischer Sprache öffentlich verbrannt. In der Islamischen Republik und anderen Teilen der islamischen Welt werde beim Schutz von Religions- und Gedankenfreiheit mit zweierlei Maß gemessen. Bereits im vorigen Jahr hätten iranische Behörden mehrere Hundert Bibeln verbrannt. Die im Februar vernichteten Bibeln seien Ende Oktober 2010 von den Revolutionsgarden an einem Kontrollpunkt im westiranischen Grenzgebiet in einem Regionalbus entdeckt und beschlagnahmt worden. Zusammen mit anderen „Schmuggelwaren“ seien die Bücher in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan öffentlich verbrannt worden. Zu den im Iran verbotenen Büchern zählten evangelistische Schriften und Bibeln in Farsi, aber auch säkulare Werke, die Schriften mancher reformorientierter Theologen und Veröffentlichungen von Kritikern der Herrschaft des islamischen Klerus. Von den 74,2 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.  idea.de





Restrisiko – etwas Festes in bebender Zeit

4 04 2011

Die dramatischen Ereignisse nach dem Tsunami in Japan haben uns erneut die Zerbrechlichkeit unserer Welt vor Augen geführt. Der Schock sitzt tief, die Hilflosigkeit ist bedrückend. Man möchte rausrennen und helfen, irgendetwas tun gegen diese Katastrophe. Aber es gibt keine einfachen Lösungen und vorschnelle Schuldzuweisungen helfen nicht. Es gibt keine risikofreie Energie. Alles in dieser Welt hat Nebenwirkungen. Wo Menschen Verantwortung tragen, bleibt immer ein Restrisiko.

Unsere zerbrechliche Welt

Ohne Restrisiko sei nun mal der Planet Erde nicht mit Energie zu versorgen, sagte achselzuckend und lapidar der Experte vor der TV-Kamera. Restrisiko nennt man also den Zustand, wenn sich zwei Kontinentalplatten ein wenig verkanten und eine gigantische Flutwelle auslösen, tausende Menschenleben fordern, zigtausende Menschen verletzen, hunderttausende obdachlos machen und Millionen von Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Restrisiko! Da reißt die Energieversorgung ab, die die Kernkraftwerke zur Kühlung der Reaktoren brauchen. Die absolut sicher gewähnten Reaktorhüllen sind vom Erdbeben so beschädigt, dass die Brennstäbe schmelzen und sich durch die Fundamente ins Erdinnere kochen und draußen strahlenverseuchte Landstriche zurücklassen. Horrorszenarien, die keiner zu Ende denken will. Und die Experten reden vom Restrisiko. Klingt harmlos, aber es gibt uns den Rest. Und was uns den Rest gibt, das macht uns wach. Das Erdbeben in Haiti hat unsere Herzen berührt, die Katastrophe in Japan aber erschüttert unsere Fundamente. Sie macht betroffen und ratlos und stellt tiefgreifende Lebensfragen. Wie Tschernobyl vor 25 Jahren.

Bilder, die man nicht vergisst

Ich versinke im Fernsehsessel, seelisch aus dem Gleichgewicht gebracht von den dramatischen Meldungen aus Japan. Im Sekundentakt schießen sie durchs Internet und die TV-Kanäle und stiften mehr Verwirrung als Klarheit. Ist das der Super-GAU, oder kommen wir noch mal mit einem verstrahlten Restrisiko davon? Die tödliche Bedrohung ist weit genug weg – und doch so beängstigend nahe. Da sind 37 Millionen Menschen im Ballungsgebiet Tokio in existentieller Not. Wir haben Freunde in Japan, die versuchen dem Chaos zu entrinnen. Andere sind als Missionare tätig und haben sich entschieden, trotz des Risikos zu bleiben. Sie wollen denen Trost und Mut zusprechen, die jetzt besonders auf Unterstützung und inneren Beistand angewiesen sind.

Auch mich bewegt, was der Theologe und Journalist Peter Hahne angesichts der erschütternden Bilder aus Japan sagte: „Wohl dem, der in diesen Tagen beten kann, der eine Adresse hat, um seine Hilf- und Ratlosigkeit abzugeben.“ Gleichzeitig spüre ich das wachsende Misstrauen gegenüber aller parteipolitschen Taktik, den schnellen Diagnosen und Schuldzuweisungen bei der wichtigen Frage, was energiepolitisch vernünftig ist. Schon beeilen sich diejenigen, die für die Reaktorsicherheit zuständig sind, Sicherheitsprüfungen bei allen Atommeilern anzuordnen. Und zum ersten Mal wird von abschalten geredet, weil man das Restrisiko nicht ausschalten könne. Aber warum erst jetzt? Weil Europa nicht Japan ist und weil unsere Reaktoren die sichersten der Welt seien. Sagt man. Erdbeben in Biblis? Völlig ausgeschlossen! Bomben auf unsere Reaktoren? Absurd! Unverantwortliche Panikmache! Aber ein Restrisiko könne keiner ausschließen, sagen die Experten. Wir haben es ja auch gewusst. Nur dass es bisher eher gedämpft bei uns ankam, wenn am anderen Ende der Welt die Erde bebte. Vielleicht auch, weil es meistens die traf, die ohnehin auf der Schattenseite der Welt leben. Doch die Schlagzahl der Chaos-Meldungen nimmt rasant zu. Und jetzt ist eine der bedeutendsten Wirtschaftsnationen betroffen. Das Land, das ohne Kernenergie nicht existieren kann, das Land mit dem höchsten Erdbebenrisiko, mit der größten Bevölkerungsdichte und der größten Dichte von Kernkraftwerken. Alles dicht! Alles wohlhabend, alles erfolgreich – und alles voller Restrisiken.

Mehr als hypothetische Theorie

In seinem Kalkar-Urteil von 1978 hat der Bundesgerichtshof klargestellt, was ein Restrisiko ist. Die Bevölkerung habe mit der Nutzung der Kernenergie eine sozialadäquate Last zu tragen. Das Gericht sprach von hypothetischen Risiken, die nach dem Stand der Wissenschaft unbekannt, aber nicht auszuschließen seien. Klar: hypothetisch, aber sozialadäquat. Wer es warm haben will, muss damit rechnen, dass der Ofen umfällt und die Hütte abbrennt und man danach ziemlich friert. Restrisiko eben. Und „sozialadäquat“ heißt, dass es viele gleichzeitig trifft und dass es zumutbar ist, wenn man es unbedingt warm haben will. Aber in Japan verbrennen nicht nur die Kernstäbe. Es verbrennt der Glaube an eine sichere, machbare Zukunft und an unbegrenztes Wachstum. Der Boden unserer vermeintlichen Sicherheit wackelt mächtig, wir bekommen eine Ahnung von der Verletzlichkeit der Schöpfung, die durch Maßlosigkeit zunehmend ausgeraubt wird.

Von beeindruckender Aktualität

Der Philosoph Peter Sloterdijk hat unsere Lage treffend beschrieben: „Die Menschen sind Zukunftsatheisten. Sie glauben nicht an das, was sie wissen, selbst wenn man es ihnen stringent beweist, was kommen muss.“ Wir haben es gewusst, nicht erst seit dem es ein geschärftes Umweltbewusstsein gibt. Vor 2000 Jahren hat Johannes, der Prophet und Eremit, auf der Insel Patmos in der Ägäis eine Ansage in seiner Apokalypse geschrieben, die in unseren Tagen atemberaubende Aktualität gewinnt: „Der Engel nahm die Räucherpfanne und füllte sie mit Feuer vom Altar und warf sie auf die Erde, und es entstanden Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben. Und der erste Engel posaunte, und es entstand Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen; und der dritte Teil der Erde verbrannte und der dritte Teil der Bäume und alles grüne Gras verbrannte.“ (Die Bibel: Offenbarung 8, 5-7) Jesus Christus selbst prophezeit in seinen Endzeitreden unter anderem die Zunahme von globalen Konflikten, Hungersnöten, einer extremen Verachtung von Recht und Gerechtigkeit und auch von Erdbeben (Matthäusevangelium, Kapitel 24). Man hat es gewusst, dass der Bau von Kernkraftwerken auf spannungsreichen Kontinentalplatten riskant ist. Und als der Golf von Mexiko nach der Explosion der Ölplattform „Deepwater horizon“ gebrannt hat, war allen klar, dass das nicht die letzte große Krise war, mit der sich die Welt auseinandersetzen muss. Wir leben über unsere Verhältnisse, das braucht Energie. Und wir leben auf Kosten der künftigen Generationen. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland knapp 40 Milliarden allein an Zinsen für unsere Staatsschulden bezahlt. Das würde genügen, um ausreichende Lebensmittel für alle Hungernden in dieser Welt bereitzustellen. Seit Ausbruch der Finanzkrise ist die Verschuldung der Welt um 45% auf 50 Billionen Dollar gestiegen. Auch eine Art Restrisiko! Damit die Weltkonjunktur flott bleibt, wird weiter Kohle, Gas und Öl verbraucht – Energien, die man nur einmal verbrennen kann. Es wird in absehbarer Zeit noch nicht ohne riskante Kernkraft gehen, von der wir alle mehr oder weniger profitieren. Aber die Nationen sind wach geworden.

Gott bleibt seiner Schöpfung treu

Apokalypse heißt Enthüllung, nicht Weltuntergang. Gottes Wort enthüllt den Hochmut und die Wachstumseuphorie, die Maßlosigkeit und die Verletzungen des Öko-Systems. Kein Mensch verursacht ein Erdbeben, aber der Mensch ist von Gott beauftragt, diese Welt weise zu bebauen, zu kultivieren, zu ernten und zu schonen, eben nicht alles bis zur Neige auszupressen. Dazu brauchen wir Demut vor Gottes wunderbarer Schöpfung, ein neues Maß, ein Tempo, das nicht immer am Limit fährt, ein Hören auf Gott und sein Wort, eine Innehalten zur Prüfung unserer Motive. Was trägt mein Leben, wenn das Restrisiko meiner Existenz offenbar wird, wenn Krankheit und Angst vor dem Tod an mir zerren? Das Restrisiko ist das, was ich nicht beherrsche, es ist das, was mich beherrscht. Wie auch immer man die Katastrophe von Japan bewerten wird, in jedem Fall ist sie ein Signal zur Buße, zur Absage an den Zukunftsatheismus. Gott wacht über seiner Schöpfung, aber er setzt auch ernste Zeichen seines Gerichtes über alle Maßlosigkeit seiner Geschöpfe. Deshalb sind wir gut beraten, wenn wir uns unserer Verantwortung vor Gott stellen und sein Wort wieder ernst nehmen. Die finale Apokalypse tritt ein, wenn die Krise der Maßlosigkeit zum Siedepunkt kommt. Aber Gott selbst bestimmt die Zeitspanne der Gnade und das Ende von Raum und Zeit. Dann wird der alte Planet Erde vergehen und Gottes neue Welt anbrechen. Garantiert ohne Restrisiko. Und wir können heute schon dazu beitragen, dass das Restrisiko unseres Lebens in die Hände Gottes kommt und durch Jesus Christus geheilt und erlöst wird. Er trägt das Risiko der Schöpfung, und er trägt auch mich mit dem Risiko meines Lebens.

Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen, ob noch ein Verständiger da ist, der Gott sucht.

Die Bibel: Psalm 53,3

Jürgen Mette

– Extrablatt Marburger Medien –





Kinderärzte warnen vor Facebook-Depression

4 04 2011

Die übermäßige Beschäftigung mit Sozialen Netzwerken im Internet kann krank machen. US-Kinderärzte diagnostizieren immer häufiger eine sogenannte „Facebook-Depression“.

Gwenn O´Keeffe ist Mitautorin eines klinischen Berichts der „American Academy of Pediatrics“(Amerikanische Vereinigung der Kinderärzte) mit Sitz in Chicago. Wie sie erläutert, sind Soziale Netzwerke wie Facebook für Kinder und Jugendliche zum bedeutendsten Mittel für ihre Kommunikation mit Gleichaltrigen geworden. Dort treffen sie ihre Freunde und tauschen sich mit ihnen aus. Gleichzeitig vermitteln solche Netzwerke aber oft ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit. So würden überwiegend Fotos und Meldungen von glücklichen Menschen gezeigt. Einsame Jugendliche fühlten sich in dieser Welt fehl am Platz und isoliert. Diese Ausgrenzung werde schwerwiegender bewertet als auf dem Pausenhof gemieden zu werden. Die Kinderärzte raten Eltern, sich mit Chancen und Risiken der Netzwerke vertraut zu machen. Sie sollten frühzeitig das Gespräch mit ihren Kindern suchen, um sie für Gefahren wie Cyber-Mobbing oder die Verbreitung anzüglicher Fotos per Handy (Sexting) zu sensibilisieren. Über die Hälfte der US-amerikanischen Jugendlichen sind täglich in ihrem Lieblingsnetzwerk zu finden, 22 Prozent mehr als zehnmal am Tag.