Glaubt den falschen Propheten nicht!

20 05 2011

Gegen Endzeitspekulationen haben sich Theologen und Weltanschauungsexperten aus Deutschland ausgesprochen. Anlass ist die Vorhersage des US-Predigers Harold Camping (Oakland/ Kalifornien), dass sich die Entrückung der Christen am 21. Mai ereignen wird. Der pensionierte Ingenieur will das Datum aus Bibelstellen abgeleitet haben. Dann würden die Christen zum Himmel fahren, während die Ungläubigen auf der Erde bleiben und sterben müssten. Den Weltuntergang sieht er für 21. Oktober voraus.

Camping rät seien Anhängern, die verbleibende Zeit mit Familienangehörigen und Freunden zu verbringen, da man nicht wisse, wann man sich wiedersehe. Für den Vorsitzenden des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT), Rolf Hille (Heilbronn), sind solche Voraussagen ein immer wiederkehrendes Ärgernis. „Man könnte geradezu vom ‚Gesetz der Erhaltung des apokalyptischen Unsinns’ reden, wenn man die Vorhersagen dieses selbsternannten Endzeitpropheten liest“, sagte er am 20. Mai auf Anfrage von idea. In der Vergangenheit habe es unzählige falsche Berechnungen der Entrückung und der Wiederkehr Christi gegeben. Kaum habe sich eine Voraussage als falsch erwiesen, breche die nächste Falschmeldung über die Christenheit herein. Demgegenüber verweist Hille auf die Aussagen Jesu über die Endzeit: „Die Sache ist klar und einfach, denn Jesus selbst hat in Matthäus 24,36 über den Zeitpunkt seiner Wiederkunft gesagt: Von dem Tag aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.“ Hille: „Allen verunsicherten Christen ist zu sagen: Glaubt ihnen nicht; es sind falsche Propheten!“

EZW: Kein biblischer Endzeitfahrplan

Ähnlich äußerte sich der Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Reinhard Hempelmann (Berlin). Er wies gegenüber idea Campings Prophezeiungen als spekulative Bibelauslegung zurück. Hempelmann: „Der Bibel kann kein Endzeitfahrplan entnommen werden.“ Aber solche Prophetien lägen dem neuzeitlichen Menschen offensichtlich nahe. Krisenzeiten seien häufig von „euphorischen oder düsteren Zukunftserwartungen“ begleitet. Ein apokalyptischer Weltpessimismus sei zwar nicht als breite Strömung erkennbar, werde aber in bestimmten Milieus gepflegt und gelebt.

Christen machen keine Angst

Hempelmann hob hervor, dass das zentrale Thema der Bibel nicht der Weltuntergang sei, sondern das Kommen Gottes: „Die Worte vom Ende der Zeit wollen nicht Angst machen, sondern die Verängstigten trösten.“ Die Erwartung des Reiches Gottes entlasse auch keineswegs aus irdischer Verantwortung, sondern fördere die Liebe zum Leben, die Hoffnungsfähigkeit im Leiden und die Dankbarkeit für die Gaben der Schöpfung.

Camping-Jünger: Was wird aus unseren Haustieren?

Campings Prophezeiung hat auch skurrile Folgen. So nehmen laut Presseberichten mehr als 250 seiner Nachfolger die Dienste des atheistischen Unternehmens Eternal Earth-Bound Pets (Ewige irdisch-orientierte Haustiere) in Anspruch. Es soll sich nach der Entrückung der Christen um ihre zurückbleibenden Vierbeiner kümmern. Die Firma verlangt für diese Dienstleistung 135 Dollar (95 Euro). idea.de





„Freitag, der 13.“ ist kein Unglückstag

11 05 2011

Den Aberglauben, dass „Freitag, der 13.“ Unglück bringe, hat eine Versicherung statistisch widerlegt. Der bevorstehende 13. Mai fällt auf einen Freitag.

Mit besonders vielen Pleiten, Pech und Pannen muss aber niemand rechnen. Die Zurich Versicherung (Bonn) hat die Schadenmeldungen der letzten zwei Jahre ausgewertet. „Unsere Analyse zeigt, dass Freitage, die auf den 13. eines Monats fallen, im Schnitt sogar weniger Schadenmeldungen aufweisen als andere Tage“, so Rüdiger Hackhausen, Vorstandsmitglied und Schaden-Experte der Versicherung. Im Schnitt werden ihr täglich 2.150 Schäden angezeigt. Zwar liegt die Zahl an Freitagen tatsächlich um etwa zehn Prozent höher als an anderen Wochentagen, doch dies gilt laut Hackhausen nicht für Freitage, die auf den 13. eines Monats fallen. Hier verzeichnete die Versicherung durchschnittlich 2.100 Schäden. Am Freitag, dem 13. August 2010, wurden sogar weniger Fälle registriert. Auch die Zahl 13 stehe nicht automatisch für einen Unglückstag: An allen 13. eines Monats wurden in den letzten zwei Jahren jeweils rund 1.800 Schäden gemeldet, also weniger als im Jahresdurchschnitt. Hackhausen: „Die Zahlen sprechen für sich: ein ‚Freitag der 13.’ ist aus statistischer Sicht wahrlich kein Unglückstag.“ Die Zurich Gruppe Deutschland zählt mit Beitragseinnahmen von rund sieben Milliarden Euro (2010), Kapitalanlagen von mehr als 31 Milliarden Euro und über 6.000 Mitarbeitern zu den führenden Versicherungen in Deutschland. idea.de





Zu früh schon sexy

7 05 2011

Die Kindheit wird zunehmend sexualisiert. Kinder werden beispielsweise auf „erotisch“ getrimmt, und Pornographie ist selbst für die Kleinen längst kein Tabu mehr. Mit den Folgen dieser Entwicklung beschäftigt sich die Zeitschrift „Psychologie heute“ (Weinheim bei Mannheim) in ihrer Mai-Ausgabe.

„Sex sells“ (Sex verkauft sich) – diese Marketingstrategie habe jetzt auch die Kleinsten als Zielgruppe erfasst, heißt es in einem Beitrag von Doris Simhofer. Schon Kinder sähen Pornobilder in den Medien, trügen Make-up für Kids und lernten, dass man sexy sein müsse, um erfolgreich zu sein. Einer Studie der Jugendzeitschrift „Bravo“ zufolge haben zwei Drittel der 11- bis 17-Jährigen schon einmal pornografische Bilder gesehen. In „Psychologie heute“ äußern sich Experten zu den Gefahren der Frühsexualisierung. „Zu frühe sexuelle Erfahrungen können es Kindern erschweren, später gesunde Haltungen in Bezug auf ihren Körper, auf Beziehungen und Sex einzunehmen“, so die US-amerikanischen Autorinnen des Buchs „So Sexy So Soon“ (So früh schon sexy), Diane E. Levin und Jean Kilbourne. In extremen Fällen könne die Sexualisierung durch die Medien auch krankhaftes Verhalten hervorrufen, wie etwa sexuellen Missbrauch, Pädophilie oder Prostitution.

Was Kinder verwirrt

Nach den Worten der Sozialarbeiterin Bettina Weidinger (Wien) vom Österreichischen Institut für Sexualpädagogik reagieren Kinder und Jugendliche verwirrt, wenn sie mit sexuellen Botschaften konfrontiert werden, die ihrem Alter nicht angemessen sind. Deshalb hätten Eltern die Pflicht, dem Nachwuchs Sexualität zu erklären und Medienkompetenz zu vermitteln. Der Professor für Sexualpädagogik an der Universität Kiel, Uwe Sielert, findet es zwar in Ordnung, wenn junge Mädchen die Wirkung von Minirock und Make-up ausprobieren. Problematisch sei es aber, wenn sie auf diese Rolle fixiert blieben. Sielert: „Bekommen Jugendliche zu wenig Zuwendung, kann es zu einer zu frühen Sexualisierung kommen, um die eigene Identität zu finden und sich wenigstens über den Körper zu bestätigen.“

Immer früher „Objekt der Begierde“

Als ein Grund für die frühe Sexualisierung wird in dem Beitrag genannt, dass Jugendliche immer eher körperlich als erwachsen gelten. „Während Mädchen um das Jahr 1900 mit durchschnittlich 14 Jahren ihre erste Regel bekamen, liegt der Altersdurchschnitt heute bei 10,6 Jahren“, so Max Friedrich, Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Allgemeinen Krankenhaus Wien. Mädchen würden also auch optisch wesentlich früher zu Frauen „und damit von der Gesellschaft zum Objekt der Begierde gemacht“. Die Zeitschrift gibt auch Tipps, was Eltern angesichts der Frühsexualisierung tun können. Dazu heißt es unter anderem: „Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass nicht ein schönes Äußeres erstrebenswert ist, sondern die Fähigkeit, positive und liebevolle Beziehungen zu führen!“  idea.de





Führender Regierungs-Insider: Bin Laden starb 2001 – die Anschläge vom 11. September waren eine »False-Flag-Operation«

7 05 2011

Einer der führenden Kenner der amerikanischen Regierung, Dr. Steve R. Pieczenik, der unter drei Präsidenten zahlreiche einflussreiche Funktionen innehatte und heute mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet, ließ diese Woche in der Alex-Jones-Show eine Bombe platzen, als er erklärte, Osama bin Laden sei bereits 2001 gestorben, und er sei bereit, unter Eid vor einem Geschworenengericht auszusagen, dass ihm ein führender General persönlich berichtet habe, es habe sich bei den Anschlägen vom 11. September um eine sogenannte »False Flag Insider Operation« gehandelt (»False Flag Operation« bezeichnet ein Unternehmen, bei dem zur Verschleierung der Identität und der Absichten der tatsächlichen Urheber der Eindruck vermittelt wird, eine ganz andere Partei habe die Tat begangen).

Ganzen Artikel lesen:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/paul-joseph-watson/fuehrender-regierungs-insider-bin-laden-starb-2-1-die-anschlaege-vom-11-september-waren-eine-f.html





Die Frau mit dem Schild „Jesus rettet“

1 05 2011

Sie war in Dortmund stadtbekannt: Maria Schmidt zog jahrelang mit dem Schild „Jesus rettet“ und dem Ausruf „das Wichtigste“ durch die Innenstadt. Am 18. April ist sie im Alter von 81 Jahren gestorben.

Seit 1996 gehörte die ehemalige Lehrerin zum Straßenbild. Sie verteilte Info-Broschüren in der Fußgängerzone und sprach mit Passanten über Jesus. „Ich kann nur informieren, bekehren kann ich nicht“, war ihr Leitsatz. Im Gespräch mit einer Schülerzeitung hatte Maria Schmidt ihren Weg zum Glauben beschrieben: Nach dem Unfalltod ihrer Eltern im Jahr 1961 habe sie ein Leben nach den Worten der Bibel begonnen. Ihren Austritt aus der Landeskirche begründete sie so: „Einmal, als ich in der Kirche war, fiel nicht mal der Name Jesus. Es wurde nur über Natur gesprochen.“ Aufsehen erregte Frau Schmidt, als sie im Jahr 2000 den Teilnehmern der Homosexuellen-Parade Christopher-Street-Day in Köln das Schild „Jesus rettet“ entgegenstreckte. Ein Foto mit der Szene belegte bei einem Wettbewerb der Oberbergischen Volks-Zeitung den ersten Platz. Maria Schmidts Art der Mission hat Nachahmer gefunden: An der Beerdigung nahmen unter anderen zwölf Christen teil, die ebenfalls mit einem „Jesus rettet“-Schild durch Innenstädte ziehen. Die Predigt hielt der Evangelist Dieter Roth von der Brüdergemeinde in Castrop-Rauxel. idea.de





Baden-Württemberg: Der Vorrang für die Ehe wird abgeschafft

1 05 2011

Der Vorrang der Ehe vor anderen Partnerschaftsformen soll in Baden-Württemberg abgeschafft werden. Das sieht der 85-seitige Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der SPD vor. Das am 27. April der Öffentlichkeit vorgestellte Papier mit dem Titel „Der Wechsel beginnt“ bildet die Grundlage für die künftige grün-rote Landesregierung unter der Führung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Die Koalitionäre wollen „verändern, wo es notwendig ist, manches anders und vieles besser machen“.

Zu den radikalsten Vorstellungen von einem „weltoffenen Baden-Württemberg“ gehört die „Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern“. Dadurch werde das Land „ein neues, tolerantes Gesicht“ erhalten. Wörtlich heißt es: „Mit dem Credo ,Gleiche Pflichten – gleiche Rechte’ werden wir im gesamten Landesrecht dafür sorgen, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft im vollen Umfang mit der Ehe gleichgestellt wird.“ Die Schulen sollen dazu angehalten werden, „dass in den Bildungsstandards sowie in der Lehrerbildung die Vermittlung unterschiedlicher sexueller Identitäten verankert wird“.

Mehr staatlicher Einfluss auf die Erziehung

Ferner strebt die Koalition eine „neue, an den vielfältigen Lebensrealitäten von Eltern und Kindern orientierte Familienpolitik“ an. Zentrales Leitbild sei, dass Frauen und Männer Beruf und Familie miteinander vereinbaren können. Für Kinder unter drei Jahren soll der Rechtsanspruch auf frühkindliche Bildung und Betreuung ab August 2013 ohne Wenn und Aber umgesetzt werden. Beabsichtigt ist der Ausbau von Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren. Kindertagesstätten sollen zu wichtigen Einrichtungen in der Kommune oder im Quartier werden. Außerdem beabsichtigt die Koalition Gemeinschaftsschulen einzuführen, in denen alle Kinder bis zur Klasse 10 gemeinsam unterrichtet werden. Sie sollen stärker individuell gefördert werden, um die Klassenziele zu erreichen.  idea.de