Jemen: Ermordete Frauen waren Bibelschülerinnen

18 06 2009

‚Die Pflegerinnen Anita G. (24) und Rita S. (25)sind tot. Sie absolvierten ein Praktikum am Al-Dschumhuri-Krankenhaus in Saada im Jemen. Es wird von der niederländischen humanitären Organisation Worldwide Services betrieben. Wie die Bibelschule Brake mitteilt, habe man die Nachricht vom Tode der Studierenden mit tiefer Bestürzung aufgenommen. Das Mitgefühl gelte in besonderem Maße den Angehörigen, Freunden und ehemaligen Kollegen. Anita G. und Rita S. hätten sich aufgrund ihres ausgeprägten sozial-diakonischen Engagements für ein Praktikum im Jemen entschieden. Die Kurzzeitmitarbeiterinnen hätten sich im Krankenhaus in die medizinische Versorgung der Bevölkerung eingebracht. Die beiden Frauen waren am 12. Juni mit einem deutschen Ehepaar, ihren drei Kindern, einem britischen Ingenieur und einer Koreanerin nördlich von Saada entführt worden.‘

Wenn Menschen zu einem unerwarteten Zeitpunkt aus dem Leben gerissen werden, entsteht unbeschreibbares Leid. Das Ganze nimmt dann an Tragik zu, wenn die Todesursache kein Unfall war, sondern Mord! Was gibt es Grausameres!

Fragen zwingen sich auf:
„Wer kann so etwas tun?“ „Gibt es einen gerechten Gott?“
„Warum?“ „Sie hatten noch das ganze Leben vor sich!“

Für die meisten Menschen, die ich kenne, ist das Leben hier auf Erden alles, was sie haben. Alle Hoffnungen und Ziele, Wünsche und Pläne beziehen sich auf das Diesseits.

Doch wer an Jesus Christus glaubt, dem kann der Tod weder Hoffnung noch Wünsche, weder Pläne noch Ziele zerstören. Denn der Tod ist für gläubige Christen nicht die Endstation, sondern ein Tor, das gerne passiert wird, um im wahren Leben anzukommen. Ich bin überzeugt, dass die zwei Jungen Frauen auf die Frage nach dem „Warum“ uns etwas ganz anderes entgegnen würden, als mancher erwarten mag.
Denn der Jesus, an den Anita G. und Rita S. glaubten, sagte einmal: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh.11,25)

Der Tod konnte diesen beiden Frauen nicht rauben, wofür sie lebten!

Das folgende Gedicht widerspiegelt die tiefste Überzeugung all der Menschen, die in Jesus Christus ihren Herrn und Erlöser gefunden haben:

Ihr könnt tatsächlich gar nichts tun,
denn was wollt ihr mir nehmen?
Vernichtet meinen Leib, hingegen
kriegt ihr NIE mein Leben!!

Ich habe nicht im Ansatz Angst;
das mögt ihr nicht verstehen.
Doch Jesus sagte „Wer mir folgt,
wird, wenn er stirbt DOCH leben“.

Mein Leben ist in Gott verborgen,
ich bin Ihm ergeben.
Denn ich bin dieser Welt gestorben,
weil ich für IHN lebe!

soulsaver.de





Pakistan: Taliban setzen Christen unter Druck

29 04 2009

K a r a t s c h i – In Pakistan werden Christen immer stärker von den radikal-islamischen Taliban bedroht. Viele müssen fliehen. Das betrifft nicht nur das umkämpfte Swat-Tal im Norden des Landes. Die Regierung hatte dort Mitte April den Taliban als Friedensangebot die Einführung des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia, erlaubt. Aus Furcht vor den Islamisten gehen viele Christen sonntags nicht mehr in die Gottesdienste. Sie haben den muslimischen Kleidungsstil angenommen, berichtet das Hilfswerk Open Doors. „Die Drohungen, Entführungen und Angriffe durch islamische Extremisten haben die Christen sehr eingeschüchtert. Die Taliban versprechen Frieden, aber die Christen bezweifeln, dass sich die Islamisten daran halten werden“, zitiert das Hilfswerk einen Gemeindeleiter. Die letzte christliche Schule in der Region wurde im vergangenen Dezember zerstört. Zahlreiche Scharia-Gerichte sollen unterdessen ihre Arbeit aufgenommen haben. Videos zeigen Frauen, die von Männern zur Strafe ausgepeitscht werden. Taliban-Anhänger schießen auf Christen Unterdessen ist es in der Nähe der Hafenstadt Karatschi, rund 1.000 Kilometer vom Swat-Tal entfernt, zu gewalttätigen Angriffen von Taliban-Anhängern auf Christen gekommen. Gemeindemitglieder wollten Taliban-freundliche Aufschriften von ihrem Versammlungshaus entfernen, als bewaffnete Männer sie davon abhielten. Wenig später erschienen weitere 30 bis 40 Männer, die in die Menge schossen. Unter den Schwerverletzten waren drei Christen, darunter ein Kind, berichtet der Informationsdienst Compass Direct. Außerdem drangen Taliban-Kämpfer in Häuser von Christen ein, legten Feuer und verbrannten Bibeln. Frauen seien geschlagen worden. Sicherheitskräfte hätten sieben Tatverdächtige festgenommen und ein Depot mit halbautomatischen Handfeuerwaffen und Kalaschnikow-Gewehren ausgehoben. Von den 156 Millionen Einwohnern Pakistans sind 95 Prozent Muslime, 3 Prozent Christen und 1,8 Prozent Hindus.