Jemen: Entführer verlangen angeblich Freilassung von Terroristen

19 01 2010

Im Geiseldrama um die im Jemen verschleppte christliche Familie zeichnet sich noch kein Ende ab. Die Informationen über den Stand der Verhandlungen zwischen der Regierung in Sanaa und den Entführern sind widersprüchlich.

Nach Angaben des Internetdienstes „Spiegel Online“ haben die Entführer eine neue Forderung gestellt: die Freilassung mehrerer dem Umfeld der Terrororganisation El Kaida zugerechneter Häftlinge. Diese Forderung sei aber kaum erfüllbar, da die jemenitische Regierung gerade massiv gegen El Kaida vorgehe. Erst am 15. Januar töteten Soldaten den Militärchef von El Kaida auf der Arabischen Halbinsel, Kassem el Rimi, und fünf weiteren ranghohen El Kaida-Mitglieder. Bisher hätten die Kidnapper rund 1,4 Millionen Euro Lösegeld verlangt sowie Straffreiheit, freies Geleit und die Zusicherung, nicht an Saudi-Arabien übergeben zu werden. Der jemenitische Außenminister Abu Bakr el Kurbi ist überzeugt, dass sich die Geiseln in der Hochburg schiitischer Houthi-Rebellen, der nordjemenitischen Stadt Saada, befinden. Dem Nachrichtendienst afp zufolge haben die Rebellen jedoch dementiert, dass sie über eine Freilassung der Geiseln verhandelten. Solche Berichte seien falsch. Auch deutsche Sicherheitsbehörden sind skeptisch. Bislang habe die Regierung kein aktuelles Lebenszeichen der Entführten beschaffen können. Das aus Sachsen stammende Ehepaar Johannes und Sabine Hentschel mit seinen drei kleinen Kindern war im Juni vergangenen Jahres verschleppt worden, zusammen mit zwei Pflegehelferinnen aus Niedersachsen, einem Briten und einer Südkoreanerin. Die beiden Deutschen Anita Grünwald (24) und Rita Stumpp (26) sowie die Lehrerin Um Young-Sun waren wenig später ermordet aufgefunden worden.

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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung im ZDF

10 09 2009

Mainz  – Die Staatsanwaltschaft Mainz ermittelt gegen das ZDF wegen Volksverhetzung. Es geht um den Beitrag „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“, der am 4. August im ZDF-Magazin „Frontal 21“ ausgestrahlt wurde.

Darin hatten die Verfasser Arndt Ginzel, Martin Kraushaar und Ulrich Stoll Evangelikale in die Nähe islamistischer Selbstmordattentäter gerückt. Daraufhin waren bei der Staatsanwaltschaft mehrere Strafanzeigen eingegangen. Karl-Heinz Schröder, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Freien Evangelischen Regionalverbands Hannoversch Münden (Nordhessen), erhielt von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung, dass sie seine Strafanzeige wegen Volksverhetzung angenommen habe. Laut Schröder wurden in dem Beitrag Bilder aus islamistischen Terrorcamps „mit Aufnahmen seriöser, staatlich und kirchlich anerkannter theologischer Fachschulen verquickt“. Damit hätten die Autoren den falschen Eindruck erweckt, „terroristische, radikale und verfassungsfeindliche Organisationen“ seien dasselbe wie Evangelikale. Die Verantwortlichen der Sendung hätten damit in der Bevölkerung „Hass, Herabwürdigung und massive Vorbehalte“ gegen Christen geweckt, die in der Sendung pauschal als „evangelikal“ diskreditiert und dadurch massiv in ihrem öffentlichen Auftrag behindert worden seien. Auch der evangelikale Unternehmer Ulrich Weyel (Gießen) hatte gegen die Autoren des Beitrags Strafanzeige eingereicht. Der Rat der EKD rügte die verzerrte Darstellung der Evangelikalen in einer Erklärung vom 5. September. Der Beitrag habe sich „fragwürdiger journalistischer Mittel“ bedient und sei undifferenziert mit dem Thema Fundamentalismus umgegangen.

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nach Frontal 21 -„Sterben für Jesus“: Evang. Kirche nimmt Evangelikale vor Diffamierung in Schutz

6 09 2009

Hannover – Der Rat der EKD nimmt die Evangelikalen vor Diffamierung in Schutz. Das Leitungsgremium beschloss auf seiner jüngsten Sitzung am 4. und 5. September in Hannover eine Erklärung, die die verzerrte Darstellung dieser theologisch konservativen Protestanten in den Medien rügt.

So wurden Evangelikale in einem Beitrag des ZDF-Magazins „Frontal 21“ in die Nähe islamischer Terroristen gerückt. In seiner Erklärung rügt der Rat der EKD, dass in jüngster Zeit mehrfach Veranstaltungen, Aktivitäten und Positionen von evangelikalen Christen mit pauschaler Kritik überzogen worden seien. Viele von ihnen gehörten aber mit ihrer tiefen persönlichen Frömmigkeit, ihrem nachhaltigen Eintreten für eine missionarische Kirche und ihrem diakonischen Engagement zum Kern der evangelischen Kirchengemeinden. Der Frontal-21-Beitrag „Sterben für Jesus – Missionieren als Abenteuer“ vom 4. August habe sich „fragwürdiger journalistischer Mittel“ bedient und sei undifferenziert mit dem Thema Fundamentalismus umgegangen. So könnten sich die für den Beitrag verantwortlichen Journalisten unter einem „Märtyrer“ offenbar nur islamistische Selbstmordattentäter vorstellen. Der Rat: „Sie scheinen keinerlei Kenntnis von der christlichen Märtyrervorstellung zu haben, nach der ein Märtyrer Gewalt erleidet, aber nicht anderen Gewalt zufügt.“ Sie hätten sich zu der „ungeheuerlichen Feststellung“ verstiegen: „Für Gott als Märtyrer zu sterben hat eine lange, unheilige Tradition. Auf dem Missionarsfriedhof in Korntal liegen jene, die den Evangelikalen noch heute als Vorbild dienen.“

ZDF-Beitrag kein Qualitätsfernsehen

Die Abmoderation sei der „negative Höhepunkt“ des Beitrags gewesen. Wörtlich hieß es: „Bereit sein, für Gott zu sterben. Das klingt vertraut – bei islamischen Fundamentalisten. Doch auch für radikale Christen scheint das zu gelten.“ Für den Rat der EKD wird eine solche Art von Journalismus den Anforderungen an eine solide Recherche nicht gerecht. Das ZDF habe den Anspruch, Qualitätsfernsehen zu sein. Der Beitrag in „Frontal 21″ vom 4. August habe diesem Anspruch in keiner Weise genügt. Kein Korntaler Missionar und keiner der jungen Leute, die in der Sendung befragt wurden, sei auch nur in die Nähe des Gedankens gekommen, unschuldige Menschen durch ein Selbstmordattentat mit in den Tod zu reißen.





Jemen: Ermordete Frauen waren Bibelschülerinnen

18 06 2009

‚Die Pflegerinnen Anita G. (24) und Rita S. (25)sind tot. Sie absolvierten ein Praktikum am Al-Dschumhuri-Krankenhaus in Saada im Jemen. Es wird von der niederländischen humanitären Organisation Worldwide Services betrieben. Wie die Bibelschule Brake mitteilt, habe man die Nachricht vom Tode der Studierenden mit tiefer Bestürzung aufgenommen. Das Mitgefühl gelte in besonderem Maße den Angehörigen, Freunden und ehemaligen Kollegen. Anita G. und Rita S. hätten sich aufgrund ihres ausgeprägten sozial-diakonischen Engagements für ein Praktikum im Jemen entschieden. Die Kurzzeitmitarbeiterinnen hätten sich im Krankenhaus in die medizinische Versorgung der Bevölkerung eingebracht. Die beiden Frauen waren am 12. Juni mit einem deutschen Ehepaar, ihren drei Kindern, einem britischen Ingenieur und einer Koreanerin nördlich von Saada entführt worden.‘

Wenn Menschen zu einem unerwarteten Zeitpunkt aus dem Leben gerissen werden, entsteht unbeschreibbares Leid. Das Ganze nimmt dann an Tragik zu, wenn die Todesursache kein Unfall war, sondern Mord! Was gibt es Grausameres!

Fragen zwingen sich auf:
„Wer kann so etwas tun?“ „Gibt es einen gerechten Gott?“
„Warum?“ „Sie hatten noch das ganze Leben vor sich!“

Für die meisten Menschen, die ich kenne, ist das Leben hier auf Erden alles, was sie haben. Alle Hoffnungen und Ziele, Wünsche und Pläne beziehen sich auf das Diesseits.

Doch wer an Jesus Christus glaubt, dem kann der Tod weder Hoffnung noch Wünsche, weder Pläne noch Ziele zerstören. Denn der Tod ist für gläubige Christen nicht die Endstation, sondern ein Tor, das gerne passiert wird, um im wahren Leben anzukommen. Ich bin überzeugt, dass die zwei Jungen Frauen auf die Frage nach dem „Warum“ uns etwas ganz anderes entgegnen würden, als mancher erwarten mag.
Denn der Jesus, an den Anita G. und Rita S. glaubten, sagte einmal: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh.11,25)

Der Tod konnte diesen beiden Frauen nicht rauben, wofür sie lebten!

Das folgende Gedicht widerspiegelt die tiefste Überzeugung all der Menschen, die in Jesus Christus ihren Herrn und Erlöser gefunden haben:

Ihr könnt tatsächlich gar nichts tun,
denn was wollt ihr mir nehmen?
Vernichtet meinen Leib, hingegen
kriegt ihr NIE mein Leben!!

Ich habe nicht im Ansatz Angst;
das mögt ihr nicht verstehen.
Doch Jesus sagte „Wer mir folgt,
wird, wenn er stirbt DOCH leben“.

Mein Leben ist in Gott verborgen,
ich bin Ihm ergeben.
Denn ich bin dieser Welt gestorben,
weil ich für IHN lebe!

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