Wiederkunft von Jesus Christus wird vernachlässigt

14 02 2010

Die Botschaft von Wiederkunft Jesu Christi sollte in Kirche und Theologie nicht länger vernachlässigt werden. Das fordert die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) in einer in Hamburg veröffentlichten „Eschatologischen Orientierungshilfe“.

Sie fasst die Erkenntnisse eines Bekenntniskongresses zusammen, der vom 8. bis 11. Oktober in Bad Gandersheim stattgefunden hatte. Daran nahmen rund 100 Vertreter einer „christozentrisch trinitarischen Bekenntnis-Ökumene“ teil, darunter Anglikaner, Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe. Angesichts der Bedrohung der Umwelt und eines Werteverfalls richteten zahlreiche Christen ihr Augenmerk auf die biblischen Endzeitprophetien und suchten nach authentischer Auskunft über deren Bedeutung: „Aber misslicherweise werden sie von der Universitäts-Theologie und der kirchlichen Verkündigung weitgehend alleingelassen.“ Dies hänge unter anderem damit zusammen, dass viele Theologen unter dem Einfluss der Bibelkritik an der Zuverlässigkeit der Endzeitprophetien zweifelten. Wo die Erwartung der Wiederkunft Christi aufgegeben werde, „wird die Zukunftsorientierung durch den Glauben an die schier grenzenlose Fortentwicklung der Menschheit und einen von Philosophien und Ideologien verbreiteten, zeitgeistig orientierten Zukunftsoptimismus ersetzt“.

Zeichen der Endzeit

Die IKBG ruft in der Erklärung dazu auf, die Zeichen der Endzeit wachsam zu beobachten. Neben einer Zunahme von Naturkatastrophen und Kriegen gehörten dazu Ersatzreligionen ohne Gottesbezug wie der Nationalismus, Marxismus, Feminismus und Liberalismus. „Letzterer führt auch zu einem hemmungslosen Gewinnstreben wie zur Korruption im Weltfinanzhandel.“ Weitere Anzeichen seien die Auflösung von Ehe und Familie sowie der polaren Ergänzung der beiden Geschlechter. Dies geschehe aggressiv durch die Homosexuellen-Bewegung und die Ideologie des Gender Mainstreaming. Ferner wird die Abtreibungspraxis genannt, die der „zahlenmäßig größter Massenmord seit Menschengedenken“ sei. Die nominell christliche Bevölkerungsmehrheit verhalte sich gegenüber diesem massiven ethischen Verfall gleichgültig oder billige ihn. Das Leitbild der Selbstverwirklichung führe zu dem von Jesus Christus vorhergesagten „Erkalten der Liebe“ bei vielen. Es komme zu einem Glaubensabfall, „der in eine universale religiöse Hinwendung zum Antichristen einmündet“. Ein Vorzeichen für die Wiederkunft Christi sieht die IKBG auch in der steigenden Zahl der Christen, die um ihres Glaubens willen leiden oder getötet werden.

Was Hoffnung weckt

Neben dem ausufernden Bösen gebe es aber auch Zeichen, die die Hoffnung stärkten. Dazu gehöre die Verheißung, dass die Nachfolger Jesu Christi „bis ans Ende standhaft im Glauben ausharren“. Ein weiteres Anzeichen für die Wiederkunft Jesu sei „die Sammlung des ersterwählten Gottesvolkes der Juden in dem ihnen verheißenen Land der Väter“ sowie eine folgende geistliche Auferweckung. Sie lasse sich seit Ende der sechziger Jahre wahrnehmen, indem judenchristliche Gemeinden in Israel und noch stärker in Amerika und Deutschland entstehen. „Es gibt unter Juden ein zunehmendes Interesse am Messias“, so das Papier. Zur Frage, wann Jesus wiederkommen wird, heißt es: „Eine gesunde Erwartungshaltung verzichtet getreu der Weisung Jesu auf spekulative Endzeitberechnungen.“

Auf Wiederkunft freuen

Christen aller Konfessionen werden aufgerufen, „der Wiederkunft ihres Herrn freudig entgegenzusehen“. Die Lebendigkeit und Echtheit biblischer Wiederkunftshoffnung sei „ein wichtiger Erweis der Glaubenstreue eines Christen und einer kirchlichen Gemeinschaft“. Die Einigkeit in ihrer Wiederkunftserwartung wiederum habe eine große Bedeutung für das Streben nach der Einigung der Christenheit. Sie führe dazu, dass sich „bisher getrennte kirchliche Gemeinschaften zusammentun zur gemeinsamen Erfüllung des Missionsauftrags Jesu“. Unterzeichnet ist die Orientierungshilfe vom Präsidenten der IKBG, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), und vom Ehrenpräsidenten, dem Missionswissenschaftler Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen).

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4 responses

28 02 2010
Siegfried Müller

Hallo Leute!

Mehr unter der Webseite: http://www.christus-est-lumen.de

SIGI

24 10 2016
Simon Poppe

Ein Bekannter hat mich gerade an jenen Kommentar erinnert, den ich ich hier vor 6 Jahren schrieb. Damals hatte ich mich über die Christen lustig gemacht, die immer noch auf die Wiederkunft des HErrn warten.

Der Simon Poppe, der dies damals schrieb, ist aber inzwischen gestorben. Seine Sünden und Lästerungen, die er 18 Jahre lang verbreitet hat (1996-2014), wurden ihm durch Jesus Christus vergeben, als er vor zwei Jahren erkennen durfte, dass Gott tatsächlich existiert und dass Jesus Christus für all diese Schandtaten die Strafe am Kreuz erduldet hat.
Der Schreiber dieser Zeilen hat heute keinerlei Verständnis mehr für diese lästerlichen Worte und empfindet heute nur noch Abscheu und Bedauern dafür, dass er sie seinerzeit schrieb. Es waren dieselben Hände, aber nicht derselbe Geist.

„Zerschlagen ist die alte Leier am Felsen, welcher Christus heißt!
Die Leier, die zur bösen Feier bewegt ward von dem bösen Geist,
Die Leier, die zum Aufruhr klang, die Zweifel, Spott und Abfall sang.
O Herr, o Herr, ich kniee nieder, vergib, vergib mir meine Lieder!“
Heinrich Heine

27 10 2016
sacky

Hey Simon ! Danke für deine Aufrichtigkeit und die Berichtigung deiner Worte ! du bist ein lebendiges Zeugnis ! alles gute und Gottes Segen dir ! Christoph

10 07 2010
Simon Poppe

Schon 2000 Jahre sind vergangen und Jesus ist immer noch nicht wiedergekommen. Ich glaube auch nicht, dass er noch kommen wird, denn er ist tot – nur wollen das die Christen nicht wahrhaben, sondern glauben noch immer an seine Auferstehung, als ob sie ihn leibhaftig gesehen hätten. Sie warten und warten und wundern sich gar nicht, dass nichts geschieht. Mich erinnert das ein wenig an Stan Laurel, der auch noch 20 Jahre nach Ende des 1. Weltkriegs im Schützengraben die Stellung hielt, weil ihm niemand sagte, dass der Krieg schon lange vorbei sei.
Aber es wird nicht mehr lange dauern, da werden die meisten noch einsehen, dass Jesus nicht mehr kommt.
Ich verkündige Euch deshalb das ENDE DES CHRISTENTUMS, nicht mehr und nicht weniger. Ich vermute, dass es nur noch ca. 30 – 50 Jahre dauern wird. Und warum? Weil jede Bewegung in der Menschheitsgeschichte irgendwann den Bach runter ging, ob es das Römische Weltreich war oder der Kommunismus, egal – alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei ;-)). Das Christentum ist seit ca. 50 Jahren in einem rasanten Verfallsprozess: So weit ich feststellen kann, lesen die meisten Christen kaum noch in der Bibel; stattdessen hat das Fernsehen und das Internet diesen Platz eingenommen. Hollywoods Traumfabrik hat das Träumen vom himmlischen Jerusalem ersetzt.
Ich wende mich an die Mühseligen und Beladenen unter Euch: Freuet Euch, denn es gibt ein Leben VOR dem Tod ! Ihr braucht Eure kostbare Lebenszeit nicht mehr jeden Sonntag in Euren Gemeinden vergeuden. Und wenn Du noch jung bist und selber Pastor werden wolltest – Lass es bleiben! Such Dir einen anderen Job! Die Kirchen sind ohnehin bald pleite bei den vielen Kirchenaustritten und können keine Pastoren mehr bezahlen.
Ich bin nicht alleine, denn schon viele haben mittlerweile die Seite gewechselt. Und so wie Paulus einst die Juden zur Umkehr aufrief, rufen wir Euch heute zur Umkehr! Kommt zu uns auf die andere Seite! So schlimm ist es nicht. Es gibt zwar keine himmlische Belohnung mehr, keine goldene Stadt und auch keine sieben Jungfrauen für jeden Mann, aber dafür gibt es die frische Luft des freien Denkens und Handelns. Unter uns ist keine Hölle, und über uns zwitschern nur die Vöglein.

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