Streben nach Gesundheit nimmt religiöse Züge an

21 06 2009

Das Streben nach Gesundheit nimmt in der Gesellschaft immer stärker religiöse Züge an. Diese Ansicht vertritt der Arzt und katholische Theologe Manfred Lütz (Köln). Gesundheit gelte als höchstes Gut.

Viele Menschen „rennen durch Wälder und essen Körner, um am Ende gesund zu sterben“, sagte Lütz am 21. Juni beim 7. Sächsischen Gemeindebibeltag in Crimmitschau. An Orten, an denen früher Kathedralen gebaut worden seien, entstünden heute Fitnesstempel. Die Gesundheitsreligion sei die mächtigste Religion aller Zeiten und weise totalitäre Züge auf. Lütz: „Während man über Jesus heute jeden Witz machen kann, kann man sich das beim Thema Gesundheit nicht erlauben.“ Außerdem sei sie teurer als alle anderen Religionen. Lütz zufolge waren die Ausgaben aller Krankenkassen im vergangenen Jahr höher als der gesamte Bundeshaushalt.

Gesundheit für Christen nicht das höchste Gut
Der Gesundheitswahn habe inzwischen selbst Teile der Kirche erreicht, sagte der Autor mehrerer Bestseller. „Während man früher gefastet hat, um Verzicht zu üben, fastet man heute, um möglichst spät und gesund in den Himmel zu kommen.“ Zwar sei die Gesundheit für Christen ein hohes Gut, „nicht aber das höchste“, so Lütz. Anstatt nur noch vorbeugend zu leben, sollten Christen jeden Tag ihres Lebens als Gottesgeschenk genießen. Der Sächsische Gemeindebibeltag ist eine Initiative innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Als örtlicher Veranstalter fungiert der CVJM Crimmitschau in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz.

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