Die Botschaft von Pfingsten

29 05 2009


Rückblick zum Berg Sinai
Von Rev. Malcolm Hedding, Geschäftsführender ICEJ-Direktor (Internationale Christliche Botschaft Jerusalem)

50 Tage nach dem Auszug aus Ägypten versammelten sich die Israeliten am Berg Sinai, um die Torah oder das Gesetz von Gott zu empfangen. Der Anblick war so Erfurcht gebietend und furchterregend, dass das Volk Mose bat, stellvertretend für sie mit Gott zu reden (2. Mose 19, 10-25; 20, 18-21). Daraus können wir folgende Lehren ziehen:

1. Wir können nicht in der Gegenwart Gottes leben.
Die Sünde hat uns von Gott getrennt. Sünde kann nur im Lichte des Charakters Gottes verstanden werden. Die Torah oder das Gesetz spiegelt diesen Charakter wieder und lehrt uns, wie sehr wir davon abgefallen sind. (Römer 3,20; Galater 3,24)

2. Wir brauchen eine gesunde Gottesfurcht.
Im biblischen Bericht heißt es, dass der Berg erbebte und von Blitz, Donner und Feuer eingehüllt wurde, als Gott auf ihn herunter kam. Wenn Männer und Frauen so leben, als ob Gott nicht existieren würde, sagt das mehr über ihre Rebellion aus als über die Gewissheit ihrer eigenen Position (Sprüche 14,9). Alle Menschen wissen, dass Gott existiert, weil dieses Wissen in ihrem Gewissen verwurzelt ist (Psalm 14,1; Römer 1, 20-23). Wir verhöhnen Gott, wie viele es heute tun, und bringen uns dadurch selbst in Gefahr.

3. Wir brauchen einen Mittler.
Der Zustand, in dem wir leben, bringt den Zorn Gottes über uns (Johannes 3,36; Römer 1,18). Wir können den Abgrund zwischen Gott und uns nicht überbrücken. Daher waren die Israeliten am Sinai bestürzt und wollten fliehen. Jesus hat diesen Abgrund dadurch überbrück, dass er zu einem Sühneopfer für uns wurde (Römer 3, 23-25).

4. Wir müssen mit Gottes Gegenwart und Kraft ausgestattet werden.
Am Pfingstfest vor 2000 Jahren in Jerusalem wurde der Geist Gottes auf die ersten Jünger ausgegossen – er erfüllte sie mit Liebe und Kraft und gab ihnen eine Stimme!(Apostelgeschichte 2, 1-4). Sie fürchteten sich nicht mehr, sondern waren eingehüllt in die Liebe Gottes und vollständig mit Gott versöhnt. Sie konnten sich nun an der Gegenwart Gottes freuen und voller Zuversicht vor seinen Thron kommen, frei von Angst (Hebräer 4,14-16; 12, 18-24).

Dies ist die Botschaft von Pfingsten. Wir können dieses Fest nur in vollem Umfang feiern, wenn wir zuerst zum Berg Sinai zurück blicken.


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5 Antworten

4 06 2009
petersemenczuk

Thema zum Mittler:
Nach dem Neuen Testament, das ein jeder Jude und Heide anerkennen muss, will er von seinen Sünden durch Christus erlöst, gereinigt und geheiligt werden um als ein Kind Gottes, in das offenbare Reich Gottes eingehen zu können,
ist Christus die einzige Tür und der einzige Mittler und Hohepriester des Menschen, durch den er berufen, zubereitet, wiedergeboren, erwählt und von Gott legitimiert, in das Himmelreich eingehen kann.
Niemand kommt zum Vater denn durch mich sagte Christus zu seinen Jüngern
und zu den anmaßenden selbsterwählten Pharisäern mit ihren Schriftgelehrten.
Christus sagte weiter allen:
„Wer woanders einsteigt durch eine von endlichen Menschen erfundene
Religion, mit ihrer dort verkündeten Theologie/Gotteslehre/Gottes Wort,
der ist ein Dieb und ein Mörder, und wird am jüngsten Gericht, von Gott auch als solches abgeurteilt werden. Johannes 10, 1-9
Von Anfang der Menschheit,
Sind Gottes-Kinder und Gotteslehrer/Theologen, immer von Gott berufen,
immer von Gott zubereitet, immer von Gott und durch seinen Geist erwählt,
legitimiert und gesandt zu den Menschen und Sünder.
Sie sind nie von Menschen gemacht worden, SONDERN von dem Schöpfer- Gott und Schöpfer-Geist, der allezeit mit ihnen war und ihr Wort bestätigte
durch mitfolgende Zeichen, Wunder und mächtige Taten/ aber auch durch sein Schnellgericht an denen, die mit Gott und seinem Christus, ihren Spass
und Witz machen wollten.

9 06 2009
rotegraefin

Gezeugt und nicht geschaffen! Wahrer Gott vom wahren Gott.
Die Liebe erhält alles. Durch sie, mit ihr und in ihr.

13 06 2009
petersemenczuk

@ doch nicht die „Liebe“ die Du meinst rotegräefin,
denn wer Gott und seinen Christus liebt,
erfüllt Gottes Gerechtigkeit und Gebote zum Werden eines
wahren Christen und Kinde Gottes.
Die Liebe Gottes ist eine Gabe und Frucht des Heiligen Geistes
und Nicht,
das Produkt der menschlichen Wollust und Fleischeslust!

13 06 2009
rotegraefin

Ja ich weiß, Du gehörst zu jenen Christen Peter, die der Liebe die Sexualität genommen haben und der Sexualität die Liebe.

Es geht aber darum wieder die Einheit zwischen Gefühl – Verstand – Vernunft herzustellen. Körper- Geist – Seele sind ebenfalls eine Einheit. Sowie erleben immer den Wechsel von leben-lieben -leiden.

Da es nur eine Liebe gibt und wir überall von Liebe umgeben sind wird es die Liebe sein, die Du meinst und die ich auch meine.

Über die Gerechtigkeit Gottes erlaube ich mir kein Urteil. Sie ist da und ich bin von ihr erfüllt, dass alle in seinem Reich leben. Die einen mehr im Schatten und die anderen mehr im Licht. Das ist alles.

24 07 2009
Stefan Wehmeier

Sechs Gleichungen mit neun Unbekannten:

(001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

(044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

(055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

(105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.

(106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.

(113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

Sinnvolle Lösung:

Mutter = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
Berg = Rentabilitätshürde
Tod = Liquiditätsfalle
Vater = Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung

Selbst wenn wir uns nur auf die obigen sechs Gleichnisse aus dem Thomas-Evangelium beschränken – existiert noch eine andere Möglichkeit, diese sinnvoll zu interpretieren? Und wie hoch ist die Restwahrscheinlichkeit für eine alternative Interpretation, wenn 10, 20, 50, 100 Gleichnisse auf die gleiche Art einen Sinn ergeben?

Wenn wir diese eine sinnvolle Interpretation als richtig ansehen, war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte tatsächlich die einzig denkbare Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.

Wäre Jesus dagegen nur der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die „heilige katholische Kirche“ machte, wüssten wir heute nicht einmal, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Denn die „Moral“ ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Knappheitsgewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Geld- und Bodenordnung die Gesellschaft zwangsläufig in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung – unvermeidlich. Andererseits: sind – durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung und ein allgemeines Bodennutzungsrecht – leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch eliminiert, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf.

Der Krieg konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

*** „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

Silvio Gesell, Herbst 1918, Vorwort zur 3. Auflage der NWO

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